Feintool

100 % Glattschnitt – wenn Werkstücke ohne Nachbearbeitung passen müssen

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Verschiedene Faktoren bestimmen die Schnittgeometrie

Das Umformvermögen der Teilewerkstoffe, die Materialdicke und die maximale Belastbarkeit der Schnittelemente im Werkzeug sind in der Regel verantwortlich für Einschränkungen der möglichen Schnittgeometrie. Weiterentwicklungen im Bereich der Werkzeugwerkstoffe, gepaart mit intelligenten Ideen zur Gestaltung der Schneidprozesse sorgen allerdings dafür, dass die Möglichkeiten des Feinschneidens deutlich erweitert werden. Ein aktuelles Beispiel sind Funktionsteile für Sitzversteller in einem PKW mit feiner Rasterverzahnung. Die Zahngröße entspricht dabei etwa einer Modulgröße von 0,3 bis 0,5 bei Materialdicken von 3 bis 6 mm.

Auch bei der möglichen Ausbringungsleistung hat es in der Vergangenheit massive Fortschritte gegeben. Dies betrifft sowohl die maximale Hubzahl pro Zeiteinheit als auch die störungsfreie Laufzeit der Produktionsanlage insgesamt. Feintool hat dazu vor allem geeignete Servopressen entwickelt. Ein Beispiel ist die Fertigung von Türschlosskomponenten für PKWs. Jeweils vier Sperrriegel werden mit einem Hub und 450 t Gesamtkraft gleichzeitig aus dem Materialstreifen geschnitten und das bei einer durchschnittlichen Taktzahl von 100 Hüben/min.

Komplexe Teile im 3D-Bereich sind ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt. Dies erfordert Erweiterungen im nutzbaren Platzangebot der Pressentische. Ein weiterer Ansatz ist die verbesserte Ausnützung der vorhandenen Geometrien und Kräfte. Zum einen sind es multifunktionale Werkzeugstufen, welche die mehrfachwirkenden Maschinenkräfte auch dazu nutzen, eine Folge von Prozessen in ein- und derselben Stufe zu realisieren. Zum andern erlauben werkzeugintegrierte Handling-Komponenten die nahezu freie Wahl der Anordnung von Prozessstufen im Nutzbereich der Anlage.

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