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Feintool 100 % Glattschnitt – wenn Werkstücke ohne Nachbearbeitung passen müssen

| Autor/ Redakteur: Sven Hofstetter / Dietmar Kuhn

Wirtschaftlichkeit und Präzision in der Serienproduktion komplexer Bauteile – da punktet eindeutig die Feinschneid-Technologie. Dieses Verfahren bietet, ohne Nachbearbeitung und mit einem 100-%-igen Glattschnitt, sowohl technische wie auch wirtschaftliche Vorteile bei der Massenfertigung geometrisch anspruchsvoller und einbaufertiger Multifunktionsteile.

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Feinschneiden ist ein Schneid- beziehungsweise Trennverfahren für Werkstücke mit Blechdicken bis etwa 15 mm. Dies erfordert eine hochpräzise und intelligente Werkzeugkonstruktion.
Feinschneiden ist ein Schneid- beziehungsweise Trennverfahren für Werkstücke mit Blechdicken bis etwa 15 mm. Dies erfordert eine hochpräzise und intelligente Werkzeugkonstruktion.
(Bild: Feintool)

Feinschneiden ist ein Schneidverfahren für Werkstücke mit Blechstärken bis etwa 15 mm. Eines der wesentlichsten Merkmale des Fertigungsverfahrens besteht darin, dass Schnittteile mit glatten, ein- und abrissfreien Schnittflächen erzielt werden können, die nicht mehr nachgearbeitet werden müssen. Das einfache Normalstanz-Teil hat eine Schnittfläche, die etwa nur zu einem Drittel einen glattgeschnittenen Flächenanteil aufweist, der Rest ist abgerissen. Beim Feinschneiden ist dagegen die gesamte Schnittfläche bis zu 100 % der Materialdicke glatt geschnitten. Eine Feinschneidpresse und ein Werkzeug genügen, um ein einbaufertiges Präzisionsbauteil zu fertigen. Die Bauteile entstehen bei hohen Hubzahlen mit bis zu 200 Hüben/min und verlässlicher Wiederholgenauigkeit zu einem wirtschaftlichen Stückpreis.

Das exakte Zusammenwirken von drei Kräften hat einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität und die Leistung des Feinschneidens. Zu Beginn des Prozesses werden zunächst die Ringzacken- und Gegenkraft wirksam. Die Ringzackenkraft presst eine Haltezacke in den Teilewerkstoff ein und die Gegenkraft drückt den Blechstreifen gegen den Schneidstempel. Bereits vor dem Schneidvorgang ist der Teilewerkstoff ausserhalb und innerhalb der geschlossenen Schnittlinie fest eingespannt. Erst danach kommt die Schneidkraft als dritte Kraft hinzu und schneidet das Teil im eingespannten Zustand aus.

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Mit Feinschneiden sind anspruchsvolle Anwendungen möglich

Das Technologieunternehmen Feintool (mit Hauptsitz in Lyss) hat das Feinschneiden stetig weiterentwickelt und weltweit der industriellen Nutzung zugeführt. Heute ist Feintool führend in der Feinschneidtechnologie und einziger globaler Anbieter des gesamten Feinschneidprozesses vom Teiledesign über Prototyping, Engineering und Werkzeugkonstruktion bis hin zur Serienteilefertigung. Schwerpunkt sind anspruchsvolle Anwendungen zum Beispiel für die Automobilindustrie. Feintool arbeitet permanent daran, mit dem Feinschneiden die Verfahrensgrenzen des einfachen Schneidens zu erweitern und somit neue Fertigungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Das Feinschneiden ist heute ein weltweit anerkanntes und angewandtes Fertigungsverfahren zur wirtschaftlichen Herstellung hochpräziser Teile. Es wird immer häufiger mit verschiedenen Umformoperationen kombiniert. Auf diese Weise entsteht eine grosse Vielfalt an Multifunktionsteilen. Mehrere Arbeitsfolgen können zusammengefasst werden. Somit verlassen in der Regel heute fertigfallende Bauteile die Feinschneidanlagen.

Feintool hat die Möglichkeiten des Verfahrens in seiner über 50-jährigen Geschichte permanent erweitert. Diese Innovation betreffen insbesondere die

  • Steigerung der Schwierigkeitsgrade der Schnittgeometrie,
  • Vervielfachung der Ausbringungsleistungen,
  • Erhöhung der Bauteilekomplexität im 3D-Bereich,
  • Integration von Nachfolgeoperationen in den Hauptprozess und
  • Verringerung des Materialeinsatzes.

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