Flexible Blechbearbeitung 3D-Laserbearbeitung für höchste Anforderungen
Die 3D-Laserbearbeitung bietet vielfältige Möglichkeiten für unterschiedliche Anforderungen. Ein schwäbischer Edelstahlspezialist setzt für Entwicklungs- und Konstruktionsprojekte eine flexible Roboter-Laser-Schweißanlage ein. Für die Produktion von mittleren und großen Serien stehen rationelle Schweiß- sowie Schneidanlagen zur Verfügung.
Anbieter zum Thema
Wer nach rationellen und gleichzeitig hochwertigen Lösungen in der Blechbearbeitung sucht, wird meist bei der Laserbearbeitung fündig. Je höher dabei die Anforderungen an Material, Teilegeometrie und Prozesssicherheit sind, desto stärker lichtet sich der Kreis der potenziellen Anbieter. Wenn es beispielsweise um räumliche Bauteile mit komplexen Geometrien geht, ist die 3D-Laserbearbeitung unverzichtbar, sowohl beim Schweißen als auch beim Schneiden – und dann ist die Kompetenz und Erfahrung der Michelfelder Automotive GmbH, Partner in der Michelfelder Gruppe, gefragt.
Das Schwarzwälder Familienunternehmen bietet ein breites Spektrum an Laserbearbeitungsmöglichkeiten, sowohl im 2D- als auch im 3D-Bereich. Die Firmengruppe hat sich auf die Verarbeitung hochwertiger Edelstähle spezialisiert und bedient von zwei Standorten in Deutschland aus, mit insgesamt über 100 Mitarbeitern, verschiedene Industriezweige; vom reinen Lohnfertigungsauftrag bis zur kompletten Neukonstruktion und Fertigung von Zulieferteilen, Komponenten und Baugruppen. Beliefert werden vorrangig die Fahrzeugindustrie, die Lebensmittelindustrie, der Maschinenbau sowie Anwender rund um die Reinraum-, Pharma- und Medizintechnologie.
Langjährige Erfahrung mit 3D-Roboter-Schweißen
Bereits im Jahr 2000 wurde am Stammwerk in Fluorn-Winzeln eine 3D-Roboter-Laserschweißanlage installiert. Den Anstoß dafür gab eine konkrete Kundenanfrage, wie sich Anlagenbetreuer Michael Hörmann erinnert: „Es ging um eine Schweißaufgabe bei Schaltschrankgehäusen, die sich mit herkömmlicher Schweißtechnik nur mit sehr hohen Nacharbeitskosten umsetzen ließ – und das war kalkulatorisch einfach nicht drin. Die Überlegung, wie wir diese Schweißnähte mit möglichst wenig Nachbearbeitungsaufwand realisieren könnten, führte uns schließlich zum Laserschweißen.“
Laserschweißzelle in Eigenregie gebaut
Die Laserschweißzelle, bestehend aus einem Sechs-Achs-Fanuc-Roboter, einem Dreh-Kipptisch und einem 2-kW-Nd:YAG-Laser von Trumpf, wurde in Eigenregie gebaut. Seither konnte eine Fülle von Applikations- und Verfahrensentwicklungen mit der Laserzelle realisiert werden und die Nachfrage, insbesondere in Gestalt kundenbezogener Konstruktionsanwendungen, ist nach wie vor hoch. Obwohl der Laserroboter auch gelegentlich für 3D-Schneidaufgaben eingesetzt wird, bleibt das Laserschweißen der primäre Anwendungsbereich, neben der Serienfertigung bei Versuchen, Bemusterungen und Nullserien. Von seiner Auslegung her ist der Roboter bei Materialstärken von mindestens 1 mm und relativ hohen Einschweißtiefen besonders effizient.
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