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Hohe Drücke beim Wasserstrahlschneiden schwer zu beherrschen
Bedenkt man, dass ähnliche Drücke in der Erdkruste Steine und Salze zu Mineralien wandeln, so kann man sich vorstellen, wie schwierig es ist, dauerhaft beständige Komponenten für Hochdruckanwendungen zu entwickeln. Nur mit langjähriger Erfahrung und umfangreichem Know-how lassen sich die geänderten tribologischen Eigenschaften (Reibung, Schmiereigenschaften und Verschleiß) durch ausgesuchte Materialien beherrschen. Der störungsfreie Betrieb von bislang weltweit über 40 installierten Anlagen zeigt, dass die speziellen Werkstoffe für Kolben sowie für andere Hochdruckkomponenten und vor allem für die Dichtungen richtig gewählt wurden.
Der um fast 50% höhere Wasserdruck gegenüber herkömmlichen Anlagen ist dabei kein Selbstzweck, sondern physikalisch, technologisch und insbesondere wirtschaftlich sinnvoll. Denn je höher der Wasserdruck an der Düse ist, umso höher wird auch die kinetische Energie (Geschwindigkeit) des Strahls.
Hoher Druck erfordert weniger Abrasivsand
Dadurch kann man bei 6000 bar in vielen Fällen die Zugabe von Abrasivsand stark vermindern. Das rechnet sich, denn Abrasivsand ist der Hauptkostentreiber beim Wasserstrahlschneiden. Gleichzeitig sinkt der Wasserverbrauch gegenüber 4000-bar-Anlagen und obendrein verbessert der höhere Energiegehalt des Strahls sowohl Schneidleistung als auch Schnittkantengüte.
Für den Anwender bedeutet dies konkret: Dank schnelleren Wasserstrahls kann er präziser und mit 30 bis 50% weniger Abrasivsandeinsatz schneiden und spart zusätzlich noch Wasser. Die Schneidgeschwindigkeit erhöht sich um 30 bis 50%, die Produktivität steigt, Stückkosten werden reduziert.
Wasserstrahlschneid-Anlagen wartungsfreundlich konstruiert
Die Anlagen sind sehr wartungsfreundlich konstruiert und ein spezieller Werkzeugsatz für die Wartung der Hyperjet-Pumpe gehört zum Lieferumfang. Da auch die besten Materialien – vor allem Dichtungen – nicht ewig halten, ist eine regelmäßige, fachgerechte Wartung wichtig.
Ein exklusives Service- und Wartungsprogramm begleitet den Anwender durch das erste Betriebsjahr. Er lernt so Wartung „on the Job“, ein Konzept, das auch bei anderen Anlagen durchaus Schule machen könnte.
In nur drei Schritten lässt sich beispielsweise der Hochdruckteil der Pumpe zerlegen, die alte Dichtung entfernen und durch eine neue ersetzen. Zusammengebaut wird in umgekehrter Reihenfolge. Der gesamte Austausch benötigt dabei nur rund 22 Minuten, ein bislang unerreichter Wert in diesem Druckbereich. Damit werden die Stillstandszeiten der Anlagen auf einem niedrigen Niveau gehalten.
Die neue Generation von Wasserstrahlschneidanlagen, ausgestattet mit dem Hyperpressure-System mit 6000 bar Druck, setzt damit gleich in mehreren Bereichen neue Bestmarken: Wegen des höheren Energiegehaltes des Strahls steigen die Schneidgeschwindigkeit und Schnittgüte, die einfache und schnelle Wartung vermeidet lange Unterbrechungen. Das garantiert, dass die hohe Schneidleistung in der Praxis auch tatsächlich zu höherer Produktivität führt.
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