Stimmungstiefen Analysen offenbaren schwaches Jahr für den Maschinenbau

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der VDMA berichtet hier über die schlechte Stimmung im deutschen Maschinenbau. Das Ifo-Institut bestätigt das über den Automobilsektor.

Zwei Analysen – eine vom Münchener Ifo-Institut und eine vom VDMA – belegen, dass die Lage weder im Maschinen- und Anlagenbau noch in der deutschen Automobilindustrie gut ist. Hier die Zahlen ...(Bild:  motorradcbr - stock.adobe.com)
Zwei Analysen – eine vom Münchener Ifo-Institut und eine vom VDMA – belegen, dass die Lage weder im Maschinen- und Anlagenbau noch in der deutschen Automobilindustrie gut ist. Hier die Zahlen ...
(Bild: motorradcbr - stock.adobe.com)

Das zweite Jahr in Folge müssen die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer Auftragsrückgänge verkraften, meldet der VDMA der dpa. Trotz einiger Großaufträge im Dezember blieb der preisbereinigte Wert der Bestellungen im Gesamtjahr um acht Prozent unter dem Vorjahreswert, heißt es weiter. Aus dem Inland kamen sogar 13 Prozent weniger Aufträge, während der Rückstand aus dem Ausland rund fünf Prozent betrug. Auch die VDMA-Chefvolkswirte sehen die kommende Bundesregierung deshalb in der Pflicht, bessere Bedingungen für den industriellen Mittelstand zu schaffen, damit dieser wieder in neue Anlagen investiert. Es fehle generell an Dynamik auf wichtigen Absatzmärkten – insbesondere an einer besseren Stimmung in Deutschland. Im Dezember hatten wenigstens noch einige Großaufträge aus dem Nicht-EU-Ausland dafür gesorgt, dass der preisbereinigte Wert der Neuaufträge die Monatsmarke aus dem Vorjahr um ein Prozent übertroffen hat. In der aussagekräftigeren Dreimonatsbetrachtung von Oktober bis Dezember 2024 beträgt das reale Auftragsminus dennoch fünf Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Die deutsche Autoindustrie hat Angst

In der deutschen Autoindustrie greift Zukunftsangst um sich. Denn der monatliche Index des Ifo-Instituts für das Geschäftsklima ist im Januar ein weiteres Mal abgesackt. Das Minus muss mit minus 40,7 Punkten beziffert werden, was einem neuen Tiefstand entspricht. Das sind 5,7 Minuspunkte mehr als im Dezember. Die Autoindustrie steckt also in der Krise fest. Vor allem sieht sie ihre Wettbewerbsposition ernsthaft in Gefahr, wie die Analysten herauslesen. Demnach bewerteten die Unternehmen ihre Position auf den Auslandsmärkten so niedrig wie noch nie, was sowohl innerhalb der EU als auch außerhalb davon gilt. Auch auf dem deutschen Heimatmarkt verlor die Autoindustrie an Boden. Die starke Konkurrenz aus China, die Zoll-Drohungen Trumps mit Blick auf US-Einfuhren aus der EU und die Belastungen im Inland setzen der deutschen Autoindustrie erheblich, wie es dazu heißt. Dementsprechend bewerteten die Unternehmen sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch die Aussichten für die nächsten Monate noch einmal schlechter als im Dezember. Der Indikator für die aktuelle Lage fiel deshalb von -32,6 auf -39,1 Punkte. Die Erwartungen rutschten auf -42,3 Punkte hinunter (-37,3 Punkte im Vormonat).

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