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Apps bieten große Potenziale für die Industrie
Mögliche App-Konzepte aus Anwendersicht erläutert Dr. Jan Kotschenreuther, Vice President Software & Controls der MAG Europe GmbH, Göppingen: „Apps lassen sich für Vertriebs- und Marketingzwecke genauso einsetzen wie für die Produktionsplanung und -steuerung. Sie bieten, in Verbindung mit einer intelligenten, sicheren Infrastruktur große Potenziale zur Vereinfachung des Informationsaustauschs und ermöglichen es, auf veränderte Anforderungen schneller denn je zu reagieren.“ Realisiert worden sei bereits eine Website für Smartphones, die es erlaubt, den aktuellen Zustand eines Maschinenparks im Überblick zu sehen. Als einzigen Grund, warum die Fertigung von (über-) morgen nicht vom Handy aus gesteuert werden könnte, sieht Kotschenreuther „den begrenzten Platz auf dem Bildschirm. Mit einem Laptop oder einem Handheld-Device wäre es durchaus möglich, eine Fertigung zu steuern“.
Die Frage, ob der Mensch künftig Prozesse wie weiland Goethes Zauberlehrling kaum noch beeinflussen könne, beantwortet der Experte mit einer Gegenfrage: „Warum ist CIM in den 80er Jahren gescheitert? Die Grundidee war sicherlich richtig, doch es scheiterte an Faktoren wie unzureichende Tiefe der elektronischen Datenverarbeitung, Überforderung der damaligen IT und zu hohe Kosten für die Hardware. Zudem fehlte die Fokussierung auf den Menschen. Viele dieser Hindernisse sind mit den heutigen Möglichkeiten aus dem Weg geräumt.“
EMO Hannover 2013 zeigt Konzepte zur Produktionssteuerung mit Apps
Auf der EMO Hannover 2013, so Kotschenreuther, „sollten wir mit Ansätzen rechnen, wie solche Konzepte aussehen können. Es stehen neben den Ideen für die Apps vor allem noch erprobte Konzepte für den ‚App-Store’ aus. Hierbei handelt es sich um Themen wie Datensicherheit, Datenaustausch, Zugriffsberechtigungen oder Geschäftsmodelle“.
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