Pressen Auch Kunden der mechanischen Presse liebäugeln jetzt mit der Servopresse
Die Grenzen mechanischer und hydraulischer Pressen sind bekannt: Erstere sind starr in der Stößelbewegungsfunktion und in der Position der Umkehrpunkte und haben lediglich einen schmalen Wirkbereich für die Umformung. Letztere sind zwar flexibler, haben aber eine sehr ungünstige Energiebilanz. Jetzt stellt die H&T Produktionstechnologie GmbH eine servomotorisch angetriebene Spindelpresse vor.
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Auf mehr als 50 Jahre Maschinenbauerfahrung in der Metallumformung blickt die H&T Produktionstechnologie GmbH zurück. Mit der Entwicklung der neuen Presse ist dem Unternehmen nun eine kleine Revolution in der Unformtechnik gelungen. Das jedenfalls lassen die zahlreichen Besucher auf der H&T-Hausmesse Ende vergangenen Jahres und auf der letzten Blechexpo in Stuttgart vermuten.
Neue Servopresse bietet mehr Präzision
„Das Hauptziel der Entwicklung der neuartigen Produktionspresse lag in der Erhöhung der Präzision durch die Ausregelung der Stößelkippung bei unsymmetrisch verteilten Umformkräften und der flexiblen Anpassbarkeit der Stößelbewegung an den Umformprozess. Einflussgrößen wie beispielsweise das Auffedern des Gestells sollten in Echtzeit ausgeglichen werden“, beschreibt Mike Gruner, Prokurist und Geschäftsbereichsleiter bei H&T, die Herangehensweise.
Zur Blechexpo wurde die Presse der Öffentlichkeit präsentiert, wobei zwei Werkzeuge installiert waren. Mit dem Folgeverbundwerkzeug konnte gezeigt werden, dass unter Verwendung von angepassten Stößelbewegungsfunktionen eine höhere Ausbringung an Teilen möglich wird. Mit dem zusätzlich eingebauten Stanz-Versuchswerkzeug konnte demonstriert werden, dass bei Pressen dieser Bauart praktisch kein Schnittschlag mehr vorhanden ist.
Spindelantrieb der Servopresse sorgt für symmetrische und konstante Krafteinleitung
Das mehrteilige Pressengestell wurde durch FEM-Berechnungen optimiert und verleiht der MSP-Baureihe eine sehr hohe Steifigkeit. Im Zusammenhang mit der aktiven Stößelparallelitätsregelung kann so eine große Präzision erreicht werden.
Die eigentliche Besonderheit der Presse ist jedoch der Spindelantrieb. Je nach Baugröße und -form der Presse sind 2, 3 oder 4 Antriebe Standard. Sonderbaugrößen mit mehr als 4 Spindeln sind ohne weiteres möglich.
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