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Ausgefeilte Verfahrenstechnik garantiert Anlaufschutz

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An die Reinigung schließt sich die Trocknung mittels Impulsheißluft und Strömungstrocknung an. Zunächst werden die Werkstücke über ein rotierendes Blassystem impulsartig mit hochreiner Druckluft abgeblasen. Anschließend werden sie mit feinstgefilterter Heißluft beaufschlagt. Die Palma ist zusätzlich mit einer Vakuumtrocknung ausgestattet. Die Trocknung umfasst den längsten Zeitraum der Vorreinigung. „Danach müssen die Bauteile staubtrocken sein, da sie in Ofengestellen zwischengelagert werden“, sagt Michael Dickel.

Der diffizilste Teil des gesamten Reinigungsprozesses ist die Endreinigung. Hierbei wird der Anlaufschutz aufgetragen. Dies ist der wichtigste Schritt. Denn nur wenn das Kupfer nicht oxidiert, kann der anschließende Lötprozess optimal funktionieren.

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Der wichtigste Schritt – das Auftragen des Anlaufschutzes

„Und dann kommt der wichtigste Schritt“, so der Prozessentwickler. Der Anlaufschutz wird über die von Mafac entwickelte Verfahrenstechnik des Spritz-Flutens aufgetragen. Dabei rotiert der mit den Spritzdüsen versehene Spritzrahmen, während zeitgleich die Reinigungskammer geflutet wird. Nur durch dieses spezielle Verfahren von Mafac sei garantiert, dass der Anlaufschutz jede Ecke erreiche, so Michael Dickel. Es schließt sich noch ein weiterer Spülprozess mit reinem VE-Wasser an, das wieder von außen zugeführt wird. Die abschließende Trocknung der größeren Teile wird in der Palma beziehungsweise in der Malta ausgeführt. Die kleineren Teile werden in der Java getrocknet.

Wöchentlich durchlaufen zwischen vier und viereinhalb Millionen Werkstücke den Reinigungsprozess. Sowohl die Vorreinigung als auch die Endreinigung dauern zwischen 20 und 35 Minuten. Das ist abhängig von der Größe und der Geometrie der Werkstücke. Die kleinen Bauteile werden als Schüttgut in kleine Körbe mit einer Maschenweite von einem bis 8 mm Größe eingefüllt. Mehrere kleine Körbe werden in einem Grundträger dem Beschickungssystem der Reinigungsmaschine für den Reinigungsprozess zugeführt. Während der Reinigung der kleinen Werkstücke ist die Bewegung des Beschickungssystems auf ein Wippen eingestellt, bei rotierendem Spritz- beziehungsweise Trocknungssystem. Nur bei den größeren Bauteilen kann eine weitere von den Mafac-Experten entwickelte Verfahrenstechnik genutzt werden: Die Rotation des Beschickungssystems bei gegenläufig rotierendem Spritz- beziehungsweise Trocknungssystem.

Beschickt werden alle sechs Mafac-Reinigungsmaschinen von speziell für diese Aufgabe ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese führen auch die abschließenden Löt-Tests aus. Die Wartung der Reinigungssysteme liegt bei der Firma Mafac. Zweimal im Jahr kommen die Techniker aus Alpirsbach zu diesem Zweck nach Dillenburg. „Der Service von Mafac ist hervorragend. Wir fühlen uns sehr gut betreut“, sagt Dickel.

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