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Blech wird im Endlosverfahren gelocht und der Profilieranlage zugeführt
Die Rotationsstanztechnik zielt auf die Fertigung von Blechteilen bis 3 mm. Bei permanenter Materialzufuhr locht die Rotationsstanze das Blech im Endlosverfahren und führt dieses der nachgeschalteten Profilieranlage zu. Das Material wird kontinuierlich gefördert und nicht wie im Hubstanzverfahren im Start-Stopp-Betrieb produziert. Dabei wird es zwischen zwei angetriebenen Wellen durchgeführt, ähnlich dem Walzprofilieren.
Die Werkzeuge sitzen auf zwei Wellen, die mittels eines Servomotors angetrieben werden. Durch die rotative Bewegung kämmen die zwei im Gleichlauf angetriebenen Stanzachsen ineinander. Auf dem Stempelring werden die einzelnen Stempel montiert und im Matrizenring die jeweiligen Matrizen. Der Stanzbutzen fällt dabei seitlich aus dem Matrizenring und wird dann über einen Butzenfall entsorgt.
Dem Scherenschnitt genügt eine geringere Antriebsleistung
Stempel und Matrizen kämmen beim Rotationsstanzen ineinander und treffen punktgenau auf das zu stanzende Material. Somit entsteht anstatt eines Druckschnitts wie beim Hubstanzen ein Scherenschnitt. Das Material läuft also zwischen diesen Werkzeugen hindurch und wird kontinuierlich gestanzt. Beim Scherenschnitt sind die auftretenden Stanzkräfte wesentlich geringer. Daher werden kleinere Antriebsleistungen benötigt. Die Erschütterungen und Emissionen bleiben deshalb auch gleichermaßen bedeutend geringer.
Bisher war die Produktionsgeschwindigkeit der Stanzen das Nadelöhr bei der Herstellung von Trockenbauprofilen. Die Hubstanztechnik erreicht im Schnitt Leistungen von nur höchstens 60 m/min. Mit dem Rotationsstanzverfahren kann die Geschwindigkeit beim Stanzprozess inzwischen vervielfacht werden.
Das Material wird der Anlage zeitsparend vom Coil zugeführt, dort gestanzt und in der Profilieranlage in Form gebracht. Ein Produktwechsel ist dank der Einstellmöglichkeiten ebenfalls meist eine Sache von wenigen Minuten. Die Vorschaltung der Rotationsstanze vor eine Profilieranlage ist problemlos möglich. Durch die kompakte Bauform wird sehr wenig Platz benötigt. Die Stanzen verfügen dann über einen eigenen Walzenvorzug und -abzug, die das Material transportieren und die nötige Bahnspannung garantieren.
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