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Stanztechnik

Baubranche verwendet zunehmend rotationsgestanzte Meterware

| Autor/ Redakteur: Mathias Langensiepen / Annedore Munde

Das klassische Hubstanzverfahren stößt bei der Produktion von Meterware, wie beispielsweise Trockenbauprofilen, Kabelverlegesystemen und Montageschienen, an seine Leistungsgrenzen. Moderne Rotationsstanzverfahren hingegen erlauben deutlich höhere Produktionsgeschwindigkeiten, benötigen weniger Platz und bieten viele Vorteile.

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Auf der Rotationsstanze BRS 650 können Eckwinkel und Kantenprofile aus Aluminium oder Stahl in hoher Qualität gefertigt werden. Bild: Baust
Auf der Rotationsstanze BRS 650 können Eckwinkel und Kantenprofile aus Aluminium oder Stahl in hoher Qualität gefertigt werden. Bild: Baust
( Archiv: Vogel Business Media )

Über mangelnde Nachfrage können sich die Hersteller von Trockenbauprofilen im Moment nicht beschweren. Die Bauindustrie verspürt wieder eine lebhafte Nachfrage. Jede größere Baustelle benötigt wenigstens einige Hundert Meter Kantenschutz-, Türsturz-, Deckenabhängungs- und andere Profile. Dabei stellen Produkte wie Trockenbauprofile den Hersteller technisch vor keine allzu großen Probleme.

Der Anspruch ist überschaubar. Aber genau hier liegt das Problem. Konstant hohe Stückzahlen und ein einfacher technischer Anspruch erhöhen bekanntermaßen kontinuierlich den Kostendruck. Hersteller von Trockenbauprofilen bekommen dies seit Jahrzehnten zu spüren.

Die Möglichkeit von Innovationen ist in einem solchen Produktionsbereich zudem sehr begrenzt, sodass eigentlich nur die Optimierung des Produktionsprozesses an sich zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit verbleibt.

Produktionstechnik arbeitet leise und erschütterungsfrei

Mit dem Rotationsstanzen steht den Herstellern eine neue Produktionstechnik zur Verfügung, die bisherigen Fertigungsverfahren in vielen Punkten wirtschaftlich deutlich überlegen ist. Sie erreicht bis zu 200 m Produktionsgeschwindigkeit pro Minute und hat dabei nur geringen Platzbedarf. Die hohen Anforderungen an die Untergründe und den Lärmschutz für Stanzmaschinen entfallen mit dem Einsatz der neuen Technik, weil die Produktion praktisch erschütterungsfrei und zudem deutlich leiser abläuft.

Rotationsstanzen – eine vergleichsweise junge Technologie in der Blechverarbeitung

Das Rotationsstanzen in der Blechverarbeitung ist insgesamt eine vergleichsweise junge Technologie. Vor 35 Jahren hat die Firma Baust mit Sitz in Langenfeld im Rheinland erste Rotationsstanzwerkzeuge für die Druckindustrie geliefert. Das gewonnene Know-how aus Entwicklungen für die Endlospapierdrucktechnik wurde wenige Jahre später für die Bearbeitung von Blechen erweitert. Inzwischen rüsten immer mehr Profil-Hersteller europaweit auf die Technik von Baust um.

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