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Verpackungstechnik

Bildverarbeitung unterstützt automatisches Kommissionieren mit Robotern

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Obwohl es im Distributionszentrum Attendorn eine ausgefeilte innerbetriebliche Logistik gab, die aus mehreren Kommissionierzonen bestand, wurde mit der Einführung von Industrierobotern ein neues Niveau erreicht. Bis dahin wurden die gepickten Produkte – von der Dichtung über Fittings bis zu Toilettenspülkästen – an einem Packplatz gepackt, palettiert und mit Versandinformationen versehen.

Nun erledigt dies modernste Robotertechnik, die nicht nur die schwersten Produkte nach unten bringt, sondern auch die speziellen Anforderungen der Sanitäreinzelhändler in Bezug auf die Reihenfolge beim Einräumen in die Regale berücksichtigt. Eine stabile und hohe Packdichte war dabei oberstes Gebot. Grundlage dafür ist die Entwicklung eines speziellen und hochkomplexen Packalgorithmus, der exakt an die Anforderungen von Viega angepasst wurde.

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Das Robotersystem schafft 450 Packstücke pro Stunde, bearbeitet zwei Aufträge gleichzeitig, hat eine Verfügbarkeit von 98% und stapelt Packstücke in drei unterschiedlichen Orientierungen. Dabei verarbeitet es sowohl Päckchen in der Größe eines Schuhkartons als auch Pakete mit einem Maß von 400 mm × 600 mm auf einer Palette.

Zunehmender Robotereinsatz in der Intralogistik erwartet

Wenngleich genaue Zahlen fehlen: Etwa 5% der jährlich neu eingesetzten Industrieroboter kommen nach Angaben des VDMA im Verpackungsbereich inklusive Pick and Place zum Einsatz. Zwischen 2004 und 2008 stieg der Einsatz in Deutschland von 206 Robotern auf 683. Einen zunehmenden Anteil erwartet der Fachverband für Roboter in der Intralogistik. Auch bei ABB spürt man die anziehende Nachfrage: „Unsere Partner in der Logistikbranche zeigen uns einen weltweiten Anstieg dieser Anwendung. Sie meistern heute Herausforderungen, die vor noch nicht so langer Zeit als unlösbar galten“, so Nassmacher.

Ob die Entscheidung für oder gegen einen Roboter fällt, hängt von der jeweiligen Situation ab. „Je nachdem, ob es sich um eine inhabergeführte Unternehmung oder um eine ‚Shareholder-Value‘-geführte Unternehmung handelt, werden die Zeiten für das Return on Investment unterschiedlich bewertet. Durchschnittlich kann man heute von zwei bis drei Jahren Rückverdienzeit ausgehen“, so die Einschätzung von Zuckermann, und er verweist auch auf weiche Entscheidungskriterien, zum Beispiel die Reduzierung des Unfallrisikos oder die Betrachtung der Ergonomie beziehungsweise des Krankenstandes. Selbst besondere Hygieneanforderungen oder Arbeiten mit Gefahrgütern sprechen für den Einsatz eines Roboters.

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