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Verpackungstechnik

Bildverarbeitung unterstützt automatisches Kommissionieren mit Robotern

| Autor/ Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Bernd Maienschein

Über die automatische Kommissionierung mit Robotern wurde viel geredet, in der Praxis wurde sie bislang jedoch eher wenig eingesetzt. Dank neuer Entwicklungen in der Bildverarbeitung und der entsprechenden Softwareanpassung eröffnen sich nun neue Perspektiven.

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Der Robo-Pick kommissioniert eine enorme Vielfalt an Artikeln unterschiedlicher Größe, Form sowie verschiedenen Gewichts produktschonend und fehlerfrei. Bild: SSI Schäfer
Der Robo-Pick kommissioniert eine enorme Vielfalt an Artikeln unterschiedlicher Größe, Form sowie verschiedenen Gewichts produktschonend und fehlerfrei. Bild: SSI Schäfer
( Archiv: Vogel Business Media )

Jeder möchte seine Milch oder seinen Schokoriegel in allen möglichen Geschmacksrichtungen haben, daher müssen die Regale im Supermarkt eine hohe Sortimentsbreite aufzeigen“, beschreibt Norbert Zuckermann, Geschäftsführer von CSI, die Ausgangslage. Bedingt durch die wachsende Vielseitigkeit in der Produktpalette von fast jedem Hersteller im Bereich der schnelldrehenden Konsumgüter, resultiert die Notwendigkeit, kleinere Mengen eines Artikels dem Kunden zugänglich zu machen.

Dies erfordert eine Bereitstellung von kleineren Mengen – für die Kommissionierung bedeutet dies neue Aufgaben. Zudem sinkt die Fehlerakzeptanz seitens der Kunden drastisch und der Anspruch an den Service steigt. Robotern eröffnet dies neue Einsatzfelder, abseits von der klassischen Palettierung. In die Hände spielt der Technologie, dass manuelle Kommissionierarbeitsplätze in Europa immer teurer werden.

Nach dem Herstellprozess oder im Lager kommissionieren

Ein weiteres Beispiel ist die Kommissionierung für den Point of Sales (POS). „Eine optimale Ausnutzung von Verkaufsflächen zum Beispiel bei einem Discounter bewirkt eine Zunahme von kommissionierten Open-Display-Kartons. So soll der Kunde auf kleinster Verkaufsfläche eine Sortenauswahl seines gewünschten Produktes bekommen“, so die Erfahrung von Ralf Nassmacher, Segment Manager Consumer Goods bei ABB Automation. Er nennt als Beispiele verschiedene Fertigsuppen in Beuteln oder Joghurt-Milchprodukte in einer gemischten Steige.

Der Produzent hat die Wahl: Entweder er kommissioniert direkt nach dem Herstellprozess oder im Lager. Für die Roboter sieht Nassmacher daher steigende Anforderungen in puncto höchste Flexibilität bei gleichbleibender Leistung. „Optische Erkennungssysteme zur Entnahme von sortenreinen Produkten für die Kommissionierung wie auch die Produktentnahme aus Hochgeschwindigkeitstaktketten“, nennt Nassmacher weitere Aufgaben, die Roboter beherrschen müssen.

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