Sieger unter Verlierern Auch BMW muss harte Gewinneinbrüche verkraften

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Zölle, schwierige Geschäfte in China und der schwache Dollar haben auch BMW im ersten Halbjahr 2025 einen Gewinneinbruch um über 25 Prozent beschert.

BMW hat die aktuellen Zahlen veröffentlicht. Auch bei den Bayern ist in Sachen Autoabsatz und Gewinn viel im Argen. Dennoch stehe das Unternehmen besser da als die Konkurrenten ...(Bild:  BMW)
BMW hat die aktuellen Zahlen veröffentlicht. Auch bei den Bayern ist in Sachen Autoabsatz und Gewinn viel im Argen. Dennoch stehe das Unternehmen besser da als die Konkurrenten ...
(Bild: BMW)

Nach Steuern verdiente der Münchner Autokonzern BMW rund vier Milliarden Euro, was 29 Prozent weniger bedeutet als im Vorjahreszeitraum. Das markeiert leider bereits der dritte Rückgang in einem ersten Halbjahr in Folge. Damit stehe BMW allerdings immer noch stabiler da als die anderen deutschen Automobilkonzerne. Denn Volkswagen hatte, so wie dessen Tochter Audi, hat nämlich im ersten Halbjahr über ein Drittel des Gewinns verloren und Mercedes-Benz sogar über 50 Prozent, wie gestern zu erfahren war. Der BMW-Konzernchef Oliver Zipse sieht diese Halbjahreszahlen immerhin als Beleg dafür, wie relativ robust das eigene Geschäftsmodell doch ist. Der Autoabsatz der Münchener war, anders als bei Mercedes und Audi, mit gut

1,2 Millionen Autos auch annähernd stabil geblieben. Der Umsatz sank allerdings um acht Prozent (auf 67,7 Milliarden Euro).

Die Wertschöpfungsstrategie von BMW scheint aufzugehen

Angaben dazu, wie teuer BMW die US-Zölle im ersten Halbjahr kamen, machte der Konzern dabei nicht. Audi aber hatte die Belastung daraus zuletzt mit rund 600 Millionen Euro angegeben. BMW hat im Gegensatz zu den Ingolstädtern allerdings ein eigenes Werk in den USA, von dem grob die Hälfte seiner dort verkauften Autos vom Band laufen, wie man zugeben muss. Weitere 200.000 Autos gehen in andere Länder. Sollten die Zölle für den Export von Autos aus den USA nach Europa aber tatsächlich von derzeit zehn Prozent auf null gesenkt werden (wie es zurzeit durchaus aussieht), würde der Autobauer mit der Niere als Erkennungsmerkmal durchaus ein Stück weit profitieren. Das Geschäftsmodell der BMW Group bleibe trotz der Zollbelastungen also intakt, wobei der Standort in den USA seinen Anteil habe. Man halte zum Halbjahr deshalb strikten Kurs auf die gesteckten Jahresziele. Dabei sollen auch eine höhere Effizienz und optimierte Kostenstrukturen helfen, wie es heißt. Zu diesen Zielen gehöre unter anderem ein Vorsteuerergebnis auf Vorjahresniveau – grob seiend as 11 Milliarden Euro. Und mit aktuell 5,7 Milliarden Euro (vor Steuern) habe BMW schon über die Hälfte davon eingefahren. Eine Prognose zum Gewinn nach Steuern gibt es bisher nicht.

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