Während die deutsche Industrie das tiefste Produktionslevel seit 2020 verzeichnet, haben Exporteure trotz der Zollprobleme in den ersten sechs Monaten leicht positiv abgeschlossen.
Was die Produktion in Deutschland und die Exportbranche betrifft, so hat das Statistische Bundesamt Gegensätzliches für die letzen Monate im Vergleich zu 2024 erkannt ...
Im Juni ist die Produktion in Deutschland überraschend stark gesunken, heißt es von Analysten. In den Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes ging die Fertigung im Monatsvergleich um 1,9 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Damit erreichte die Produktion den niedrigsten Stand seit Mai 2020, als die Produktion infolge der Corona-Pandemie einbrach. Darüber hinaus war die Fertigung auch im Mai unerwartet schwach ausgefallen, wie man anmerken muss. Das Bundesamt revidierte die vorherigen Prognosen deshalb nach unten. Demnach wurde 0,1 Prozent weniger produziert, nachdem zuvor an einen Anstieg um 1,2 Prozent geglaubt wurde. Die außergewöhnlich hohe Revision ist auf Korrekturmeldungen einiger Betriebe aus der Automobilindustrie zurückzuführen. Im Jahresvergleich meldete das Amt ebenfalls einen unerwartet starken Rückgang – um 3,6 Prozent.
Auch das dritte Quartal 2025 wird kein gutes werden ...
Getroffen hat es demnach vor allem die Pharmaindustrie mit elf Prozent Minus. Die schwache Entwicklung der Industrieproduktion im zweiten Quartal dürfte teilweise Ausdruck einer Gegenbewegung zu den Vorzieheffekten im Zusammenhang mit den angekündigten Zollerhöhungen sein. Die Bestellungen waren im Juni erneut gesunken. Ausschlaggebend waren weniger Aufträge in der Autoindustrie und eine schwache Entwicklung bei Großaufträgen. Zuletzt hatte die Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht vor erheblichen Belastungen für die deutsche Wirtschaft durch Auswirkungen hoher US-Zölle gewarnt. Auch für das jetzt angekratzte dritte Quartal sieht man keinen dauerhaften Aufschwung.
Verhaltene Freude bei exportierenden Unternehmen
Deutschlands Exporteure haben zumindest das vom Zollstreit mit den USA geprägte erste Halbjahr mit einem leichten Plus abgeschlossen. Waren im Gesamtwert von 785,6 Milliarden Euro wurden dabei in den sechs Monaten ins Ausland vermarktet. Das waren trotz der Probleme rund 0,6 Prozent mehr als von Januar bis Juni 2024, meldet das Bundesamt. Spürbare Rückgänge gab es für deutsche Hersteller im ersten Halbjahr allerdings auf den besonders wichtigen Märkten USA (-3,1 Prozent) und China (-13,5 Prozent). Commerzbank-Entscheider rechnen mit einer eher langfristigen Schwäche des US-Geschäfts. So dürften die höheren Zölle die preisbereinigten Exporte in die USA in den kommenden zwei Jahren um schätzungsweise 20 bis 25 Prozent nach unten drücken, wie man befürchtet. Im Juni gingen zwar die meisten deutschen Exporte in die USA, doch sank der Warenwert im Vergleich zum Mai des laufenden Jahres um 2,1 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro. Das markiert gleichzeitig den dritten Rückgang in Folge und den niedrigsten Wert seit Februar 2022 (damals 11,2 Milliarden Euro). Verglichen mit dem Juni 2024 nahmen die deutschen Ausfuhren in die USA kalender- und saisonbereinigt sogar um 8,4 Prozent ab. Insgesamt wurden im Juni Waren aus deutscher Produktion im Wert von 130,5 Milliarden Euro ins Ausland geliefert, was einem Plus von 0,8 Prozent zum Vormonat entspricht und 2,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Importe nach Deutschland kletterten auf 115,6 Milliarden Euro.
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