Kommissioniertechnik

Böllhoff gibt sich dynamisches Auftragspuffersystem von TGW

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Puffersystem für mehrere Kommissionierbereiche

Die Kommissionierung erfolgt in mehreren Bereichen – überwiegend in einem Kleinteilelager und im Paletten-Hochregallager, das von bemannten Flurförderzeugen bedient wird. Kommissioniert wird bei Böllhoff je nach Auftragsgröße auf Paletten oder in die eigenen KLT. „Wir hatten früher zwischen Kommissionierung und Warenausgang einen Fördertechnik-Kreiselpuffer im Einsatz“, sagt Sebastian Rose, Leiter Technik im Böllhoff-Logistikzentrum Nord. „Heute haben wir eine deutlich höhere Pufferkapazität. Außerdem können wir die Behälter nach verschiedensten Kriterien vorsortiert aus den Commissionern abrufen.“

Somit können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Warenausgang wesentlich effizienter arbeiten als noch 2011. Es entstehen deutlich weniger Wartezeiten, bis ein Kundenauftrag vollständig zum Versand bereitsteht und an den Warenausgangsprüfplätzen müssen keine manuellen „Zwischenlager“ mehr errichtet werden. „Wir haben für den Warenausgang einen sequenzierten Abruf der Aufträge nach dem Pull-Prinzip realisiert“, erklärt Uwe Neumann, Sales Manager bei TGW. „Dafür brauchte es eine enge Verknüpfung unserer Steuerung und Software mit dem bestehenden Lagerverwaltungssystem von Böllhoff.“

Leerläufe und Gewichtsbelastungen reduzieren

Ausgangspunkt für die Errichtung des neuen Puffersystems war das erkannte Verbesserungspotential im Logistikzentrum Nord. „Wir haben erkannt, dass die Prozesse nicht immer 100% synchron liefen und wir dadurch hin und wieder Zeit vergeudet haben“, erinnert sich LZ-Leiter Sariz. „Außerdem wollten wir die Belastung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich reduzieren“.

Gemeinsam mit einem Logistikplaner machte man sich daher an die Analyse der Ist-Situation und die Definition der Anforderungen an eine neue Lösung. In der funktionalen Ausschreibung wurden die Eckpunkte des neuen Systems definiert: Entkopplung der Prozesse, Schaffung Pufferplätze für KLT, maximale Ein-/Auslagerspiele pro Stunde, die Realisierung im laufenden Tagesgeschäft, ohne die Lieferfähigkeit zu gefährden. Rose ergänzt: „Wir haben großen Wert darauf gelegt, dass wir eine wartungsarme Anlage mit genügend Leistungsreserven bekommen. Bei der Steuerung des neuen Puffers haben wir heute beispielsweise überall mindestens 30 % Reserven.“ Und auch die beengten Platzverhältnisse wurden bereits in der Ausschreibung hervorgehoben.

Gesamtpaket – Zuverlässigkeit, Leistung, Energieeffizienz

TGW konnte sich mit der Commissioner-Lösung gegen alle Mitbewerber durchsetzen. Ausschlaggebend für den Zuschlag an TGW war das Gesamtpaket der Lösung – die Einbindung in das bestehende Lagerverwaltungssystem von Böllhoff, das Steuerungskonzept, der modulare Aufbau der Technik, die Leistung und die Zuverlässigkeit der Geräte.

Und auch die Energieeffizienz war ein Thema. Der Einsatz energieeffizienter Komponenten, die Integration von Rückspeiseelementen in den Lagerautomaten und die anforderungsspezifische Auslegung aller Antriebe waren für TGW selbstverständlich. „Bei der Vergabe mussten wir auf die Energieangaben der Hersteller vertrauen. Heute wissen wir aufgrund unserer genauen Aufzeichnungen, dass die Commissioner-Lösung deutlich weniger Energie verbraucht als unser früherer Kreiselpuffer. Und das bei gleichzeitig wesentlich höherer Leistung“, sagt Sebastian Rose.

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