Pressentechnik
Verfügbarkeit als höchstes Gut

Von M.A. Frauke Finus 4 min Lesedauer

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Nur wenn sie läuft, verdient sie Geld. Eine Presse muss funktionieren und Output bringen. Man will weder Schäden an ihr noch am Werkzeug. BSH hat deshalb erneut in Servopressentechnik mit abgestimmter Peripherie investiert.

Die neue und im Hintergrund die vorhandene Presse von Aida bei BSH in Traunreut.(Bild:  BSH)
Die neue und im Hintergrund die vorhandene Presse von Aida bei BSH in Traunreut.
(Bild: BSH)

Wenn der Kuchen schmeckt, backt man das Rezept noch mal. Wenn man zufrieden ist, dann wiederholt man. Auch zum Beispiel Investitionen. So macht es auch die BSH Hausgeräte GmbH in ihrem Presswerk. Nachdem 2018 die erste Servopresse in der 800-Tonnen-Klasse des Typs DSF-TE4 von Aida am Standort in Traunreut eingezogen ist, ist Anfang dieses Jahres die zweite dazugekommen. Der größte Hausgerätehersteller in Europa nutzt die Pressen für die Fertigung von beispielsweise Bauteilen für Backofen- und Herdgehäuse. Rund 5,5 Millionen Teile pro Jahr laufen jeweils über die Pressen.

Die neue, „Aida 2“ genannte Presse ist der Ersatz für zwei Altbestände aus den 60iger Jahren. Selbstredend bedeutet aktuelle Servotechnologie an dieser Stelle Effizienzsteigerung sowie eine bessere energetische Bilanz und eine höhere Ausbringung. Und das Problem der Ersatzteilverfügbarkeit ist auch erstmal für Jahre gelöst. Aida 1 und 2 gelten als standardisierte Plattform-Pressen: Die Werkzeuge der 800-Tonnen-Klasse sind austauschbar, was einen enormen Vorteil für BSH darstellt. Das macht auch die Ersatzteilbevorratung für die Werkzeuge deutlich einfacher. Da die Steuerungen so gut wie identisch sind, ist die neue Anlage auch beim Einlernen ein Spaziergang für die Maschinenbediener gewesen.