Anbieter zum Thema
Komplettes Programm wird aus einer Hand angeboten

Dagegen ist der Aufwand, wenn statt zum Beispiel 15 Containerbeförderungsbetrieben nur ein Serviceprovider beschäftigt wird, der aus einer Hand ganz Europa im Straßentransportgeschäft abdeckt, bei weitem geringer. Deshalb wird sich der gefestigte Trend weiter fortsetzen, dass immer mehr Entscheidungsträger aus Industrie und Handel sich Unternehmen bedienen werden, die die so genannte gesamte Lieferkette aus einer Hand logistisch darstellen können.
Auch die Beschaffungspraxis kommt um Standardinstrumente nicht herum. Dazu gehört – besonders bei der Beschaffung von logistischen oder beförderungsbezogenen Leistungen – zum Beispiel die Ausschreibung, die auch als Tender bezeichnet wird. Ziel der Ausschreibung ist es, dass Angebote abgegeben werden, die den Anforderungen der Ausschreibung zu 100% entsprechen.
Ausschreibungen für die Beschaffung nicht immer ideal
In der Praxis weisen jedoch die meisten Ausschreibungen Defizite auf. Dies zum Beispiel, weil die Beschaffungsobjekte unzureichend spezifiziert werden. Signifikante Preisschwankungen in den Angeboten sind die negative Folge für den Einkäufer. Eine dezidierte Vergleichsbasis aller Angebote könnte somit nicht angefertigt werden.
Konsequenz: Es muss erheblich nachgearbeitet werden, damit eine Vergleichsbasis hergestellt wird. Dies bedeutet in der Praxis, dass erneut mit den potenziellen Lieferanten Kontakt aufgenommen werden muss. Somit ergeben sich zusätzliche administrative Verwaltungskosten sowie mitunter erhebliche Zeitverluste, die den Beschaffungsprozess unter Druck setzen könnten.
Rahmenvertrag soll bei der Beschaffung Unklarheiten vermeiden
Ein weiteres bedeutendes Instrument im Bereich der Beschaffungsstrategien ist der Vertrag. Ein Rahmenvertrag sollte alle wesentlichen Kriterien beinhalten, die zur Vermeidung von Unklarheiten beitragen. Beim Abschluss eines Rahmenvertrages gewinnt man auch den Vorteil, dass genügend vertraglicher Raum für konkrete, individuelle Einzelfälle gesichert wird.
Dieses Instrument spart Zeit und schont die personellen Kapazitäten im Beschaffungsbereich. Es spricht auch nichts dagegen, beispielsweise einen Rahmenvertrag mit einer Reederei zu schließen, um sich knappen Laderaum auf der Relation Asien/Europa kurz- und mittelfristig zu sichern. Letztlich geht es dem Laderaum-Einkäufer auch darum, zu vermeiden, dass es zu Beförderungsengpässen kommt.
(ID:264018)