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Für die Blech verarbeitende Industrie ist heute ein vielfältiges Produktprogramm in einem breiten Leistungsbereich und mit verschiedenen Lasertypen und Wellenlängen am Markt verfügbar. Rath von Rofin-Sinar fast zusammen, dass sich für das Schneiden und Schweißen vor allem CO2- und Faserlaser zu den wichtigsten Technologien entwickelt haben. „Beim Schneiden größerer Blechstärken ist die mit CO2-Lasern erzielbare höhere Qualität in vielen Fällen ausschlaggebend. Daher ist beim Schneiden mit CO2-Lasern ein Trend in Richtung leistungsstärkere Strahlquellen für die Bearbeitung großer Blechstärken zu erkennen.“
Diesen Trend sieht auch Kammüller von Trumpf. Für ihn ist die Bedeutung des Festkörperlasers klar: „Insbesondere durch unsere Neuentwicklung Bright Line Fiber wird der Festkörperlaser zum Universalwerkzeug. Er schneidet jetzt auch dicken Edelstahl in guter Qualität und wird damit für eine noch breitere Kundengruppe attraktiv. Er ersetzt allerdings den CO2-Laser nicht komplett. Abhängig vom Anwendungsspektrum ist der eine oder der andere Laser besser geeignet.“
Wichtig sind gute Integrierbarkeit und passende Maschinenperipherie
Für das Schweißen sieht Rath von Rofin-Sinar nur bei CO2-Lasern die spritzerarme Schweißqualität, die zum Beispiel beim Schweißen von Rohren und Profilen sehr wichtig ist. Außerdem wird das Laserschweißen als Verbindungstechnik in Zukunft in Bereiche des Maschinenbaus vorstoßen, wo nicht nur Verkleidungen, sondern ganze Maschinenkörper mit dem Laser geschweißt werden können. Kaupp von Weil Engineering sieht die Entwicklung auf einem guten Weg: „Die Infrastruktur und die technischen Lösungen sind im Aufbau.“
Metall hat Eigenschaften, die andere Materialien nicht haben. Deswegen stellen Betriebe der Blechindustrie ganz besondere Anforderungen an Lasersysteme. Beispielsweise produzieren Lohnfertiger in der Regel kleine bis mittlere Serien und wissen häufig heute nicht, was sie morgen fertigen werden. Dementsprechend flexibel muss reagiert werden können. Kammüller von Trumpf fasst diesen Umstand so zusammen: „Viele unserer Kunden sind Jobshops. Sie brauchen Maschinen, mit denen sie mit wenig Rüstaufwand ein großes Material- und Blechdickenspektrum bearbeiten können. Dafür bietet Trumpf für größtmögliche Flexibilität ein breites Portfolio an Maschinen sowie Lasertypen. Das kann eine 2D-Laserschneidmaschine für die flexible Bearbeitung von Blechen sein oder eine geeignete Strahlquelle zur Herstellung extrem feiner Strukturen in unterschiedlichen Materialien.“
Bei Rofin-Sinar ist man sich noch über weitere Ansprüche der Blechbearbeiter im Klaren, wartungsarme Laserstrahlquellen, integrierte Prozesskontrollen und ein internationales Servicekonzept sind gefordert. Rath erklärt: „Aber auch eine einfache Integrierbarkeit der Strahlquellen für ein perfektes Zusammenspiel von Laser und Maschinenperipherie spielt eine große Rolle, was wir beispielsweise durch einheitliche Schnittstellen für CO2- und Faserlaser gewährleisten.“ Die Integrierbarkeit unterstreicht auch Wood von Amada. Man sei immer darauf bedacht, komplette Lösungen zu schaffen, sodass Laserschneid- und Laserschweißgeräte bestmöglich in das Fertigungsumfeld integriert werden.
„Wir betrachten immer den Herstellungsprozess des Kunden als Ganzes, bei dem nicht nur eine Maschine allein die Bedürfnisse stillt, sondern auch Peripherieequipment, wie die passende Software, berücksichtigt werden muss.“
Amada stellt beispielsweise für eine Materialdicke bis 22 mm die Schneidanlage Ensis mit einem 2-kW-Faserlaser auf der Euroblech vor. Auch Weil Engineering bietet einen umfassenden Service über die eigentliche Anlage hinaus. Kaupp erklärt: „Unsere Anlagenkonzepte sind modular und schon in der Grundkonfiguration an die Kundenbedürfnisse optimal angepasst. Beispiel hierfür ist die modular aufgebaute Flexible Laser Cell (FLC), die höchste Dynamik und Genauigkeit bietet, wofür Präzisionsachsen und eine professionelle NC eingesetzt werden.“ Die FLC-Serie ist außerdem sehr kompakt gebaut, damit sie direkt und einfach in die logistischen Abläufe integriert werden kann.
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