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Laserbearbeitung / Euroblech Der Laser als Teil des Prozesses muss gut integrierbar sein

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Laseranlagen zum Schneiden und Schweißen bieten viel Flexibilität und eine gute Qualität der Ergebnisse. Wichtig ist, über die Maschine an sich hinaus die Anlagenperipherie zu betrachten, um die Systeme dann bestmöglich in die Herstellungsprozesse integrieren zu können.

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Trumpf bietet eine große Auswahl an Maschinen mit Festkörperlaser, darunter die TruLaser 3030 fiber, mit der Rohre und Buntmetalle bis 20 mm Blechdicke geschnitten werden können.
Trumpf bietet eine große Auswahl an Maschinen mit Festkörperlaser, darunter die TruLaser 3030 fiber, mit der Rohre und Buntmetalle bis 20 mm Blechdicke geschnitten werden können.
(Bild: Trumpf )

Blechbearbeitung mit dem Laser setzt sich mittlerweile sowohl in der Mikro- als auch in der Makrobetrachtung durch. Egal ob als thermischer Trennprozess oder als Schweißverfahren, eine Bearbeitung durch den Laserstrahl bietet dabei viele Vorteile. In einem Leistungsvergleich mit anderen Trenn- und Verbindungsverfahren steht die Lasertechnik sehr gut da.

Peter Kaupp, bei Weil Engineering für Vertrieb und Entwicklung zuständig, erklärt: „Es sind keine Zusatzwerkstoffe, zum Beispiel Draht, nötig – das spart Kosten. Hinsichtlich des Trennens und Fügens bietet der Einsatz von Lasern produktivere Prozesse, gegenüber dem MAG-Schweißen so gut wie keinen Wärmeverzug und vielfach eine qualitativ hochwertige Schweißnaht.“

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Die Vorteile einer Laserbearbeitung sind klar zu erkennen

Die Gefahr von Korrosionskanten oder unverschweißten Spalten sei gering und Anbindungsfehler seien einfach detektierbar. Matt Wood, Senior Product Manager Laser Technologies bei Amada, erklärt, ein Laserstrahl könne mittlerweile so fein schneiden, dass auch Anwendungen in der Mikromechanik möglich seien. „Außerdem ist es ein Vorteil, dass bei einer Remote-Anwendung die Positionierung des Laserstrahls über eine gewisse Entfernung hin möglich ist.“

Auch im Hause Trumpf legt man besonderen Wert auf die nahezu perfekte Naht. Dr.-Ing. Mathias Kammüller, geschäftsführender Gesellschafter der Trumpf GmbH + Co. KG und Vorsitzender des Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen, betont, dass Laserschweißnähte so hochwertig sind, dass im Grunde keine Nacharbeit notwendig sei. Dies spart nicht nur Kosten, sondern auch Zeit.

Laserbearbeitung und klassisches Stanzen sind im Einklang

Zum Trennen bietet Trumpf neben dem Laserschneiden auch die Stanztechnologie. Beim Abwägen der Vor- und Nachteile erklärt Kammüller: „Beide Verfahren haben ihre Berechtigung. Während ein Laserstrahl sehr flexibel jede Kontur schneidet, kann eine Stanzmaschine Standardkonturen sehr günstig herstellen und sogar zum Umformen genutzt werden.“ Für Kunden, die auf einem Werkstück beide Vorteile nutzen möchten, bietet Trumpf die Trumatic-Stanz-Lasermaschinen, die beide Technologien vereinen.

Für Dr. Wolfram Rath, Produktmanager Laserstrahlquellen bei der Rofin-Sinar Laser GmbH, ist noch ein weiteres Argument ausschlaggebend: „Ein wichtiger Vorteil des Lasers gegenüber konventionellen Fertigungsverfahren ist die gute Automatisierbarkeit. Gerade auch diese ermöglicht eine hohe Bearbeitungsgeschwindigkeit, was entscheidende wirtschaftliche Vorteile hinsichtlich Produktivitätssteigerung und Stückkostenreduzierung bedeutet.“

Auch komplette Maschinenkörper können lasergeschweißt werden

Die Anwender der Lasertechnik haben diese Vorteile erkannt, das spiegelt sich auf dem Markt wider: Die Arbeitsgemeinschaft Laser und Lasersysteme für die Materialbearbeitung im VDMA verzeichnete im Jahr 2013 am Standort Deutschland für Laseranlagen mit CO2- und Festkörperlasern mit einem Wert von 870,7 Mio. Euro den zweithöchsten Auftragseingang seit 2007 (zum Vergleich: 2007: 956,7 Mio. Euro/2012: 837,7 Mio. Euro). Blickt man in die Zukunft, stellt sich die Frage, wie sehen die Trends für die kommenden Jahre aus? Nicht mehr nur günstige Preise stehen im Mittelpunkt, es werden auch Performance, Qualität und Flexibilität immer wichtiger.

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