Wie der VDMA analysiert hat, ist die Stimmung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau nach wie vor nicht rosig.
Dr. Johannes Gernandt, der neue Chefvolkswirt beim VDMA, kommentiert zu den jüngsten Umfrageergebnissen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau: „Verhaltener Optimismus zeigt sich in den Unternehmen mit Blick auf die zweite Jahreshälfte.“ Es bleibe eher durchwachsen ...
(Bild: Sarah Kastner Fotografie)
Die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau bleibt weiterhin gedrückt. Denn nur rund ein Viertel der insgesamt 936 Ende Juni befragten Unternehmen (26 Prozent) bewertet die aktuelle Lage als sehr gut oder gut (im März noch 27 Prozent). Etwas mehr Unternehmen (32 Prozent) geben dagegen das Urteil „schlecht“ oder gar „sehr schlecht“ ab (März = 29 Prozent). Auch die Aussichten hätten sich nur unwesentlich verändert. Rund 56 Prozent der Befragten erwarten im nächsten halben Jahr deshalb keine Veränderung der Situation. Mit 29 Prozent sind jedoch mehr Befragte optimistisch als pessimistisch (mit Blick auf die zweite Jahreshälfte). Etwa 15 Prozent erwarten jedoch eher eine Eintrübung der Lage. Im laufenden Jahr rechnen 42 Prozent mit einem nominalen Umsatzwachstum. Rund 30 Prozent erwarteten einen Umsatzrückgang. Und knapp 28 Prozent eher eine Seitwärtsbewegung. Für 2026 sind die Unternehmen aber auch optimistischer. Denn es sehen 58 Prozent ein nominales Wachstum als möglich an. „Die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau bleibt aufgrund von handelspolitischen Spannungen und geopolitischen Konflikten sowie der daraus resultierenden weltweit hohen Unsicherheit angespannt“, kommentiert der neue VDMA-Chefvolkswirt, Dr. Johannes Gernandt, die Situation, der seit Mai die Rolle von Dr. Ralph Wiechers übernommen hat, der in den Ruhestand getreten ist. Unter dem Strich dürfte das laufende Jahr für die Mehrheit der Unternehmen durchwachsen verlaufen und sich ein Umsatzwachstum erst wieder 2026 einstellen, wie Gernandt prognostiziert.
In Sachen Absatzmärkte bleibt Nordamerika vorne
Trotz der Handelsstreitigkeiten mit den USA werden die aktuellen Absatzchancen in Nordamerika dennoch als besonders günstig gesehen. Denn 31 Prozent der Unternehmen bewerten die Situation mit „gut“ oder sogar „sehr gut“. Jedes vierte Unternehmen meldet jedoch schlechte oder sehr schlechte Absatzchancen in dieser Region. Eine ähnlich positive Beurteilung liege nur für den Nahen und Mittleren Osten vor. In Deutschland sind die aktuellen Absatzchancen weiterhin besonders schlecht, wie bei der Befragung herauskam. Rund 43 Prozent vergeben die Noten „schlecht“ oder „sehr schlecht“, während nur 18 Prozent ein positives Fazit abgeben. Für China sieht es nur unwesentlich besser aus, denn 41 Prozent melden schlechte oder sehr schlechte aktuelle Absatzchancen. Und nur etwa jedes fünfte Unternehmen gab eine positive Rückmeldung mit Blick auf China. Auf das nächste halbe Jahr gesehen, erwartet die Mehrzahl der Unternehmen also keine großen Veränderungen. Europa schneidet noch am besten ab, weil 31 Prozent eine Verbesserung der Absatzchancen in der EU und in Deutschland als realistisch ansehen. Für Nordamerika sind es 27 Prozent. Dort erwarten 15 Prozent der Unternehmen eine Verschlechterung im nächsten Halbjahr (Deutschland = sieben Prozent. Restliche EU drei Prozent). Die asiatischen Regionen werden durchgehend schlechter bewertet. In China erwarten beispielsweise 18 Prozent eine Verbesserung und 16 Prozent eine Verschlechterung der Absatzchancen über diesen Zeitraum.
Mehr Personalabbau, aber sinkende Kurzarbeit
Die anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen führten schließlich dazu, dass sich der Personalabbau im zweiten Halbjahr fortsetzen dürfte. Etwa 27 Prozent erwarten folglich einen weiteren Abbau der Stammbelegschaft, während jedes fünfte Unternehmen eine positive Beschäftigtenentwicklung auf sich zukommen sieht. Die Kurzarbeit dürfte hingegen abnehmen. Rund 29 Prozent der Unternehmen erwarten, dass sich die Kurzarbeit im eigenen Unternehmen im nächsten halben Jahr reduziert (März = 23 Prozent). Über die Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) glaubt an eine Kurzarbeit auf gleichem Niveau. Die Unternehmen holen demnach vermehrt ihre Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurück, um wieder eingehende Aufträge abzuarbeiten. Das nähre die Hoffnung, dass sich der Beschäftigtenabbau in den nächsten Monaten etwas abschwäche.
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.