Stanzanlagen Die Herausforderung für das hochwertige Sicherheitsstanzteil ist das Material
Um ein bestimmtes Qualitätsniveau in der Produktion zu halten, ist der Einsatz hochwertiger Werkzeuge und Anlagen unerlässlich. Investitionen wollen also gut überlegt sein. Ein Alleinlieferant, der als Zulieferer Stanzteile für die Bahn herstellt, setzt nach genauer Bedarfsanalyse auf eine hydraulische Presse mit einem neuen, patentierten 4-Kammer-Zylinderantrieb.
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Damit die Entscheidung für einen speziellen Anwendungsfall letztendlich auch die richtige ist, müssen Kunde und Käufer ihre Vorstellungen im Detail formulieren beziehungsweise diese passgenau umsetzen. Gut, wenn man da schon einmal gute Erfahrungen gemacht hat – mit einer bestimmten Technik oder auch mit den Menschen, die das technische Konzept entwerfen und realisieren.
Stanzanlage für hochpräzise Stanzteile gesucht
Als sich die Flamm Syscomp mit Sitz in Hennigsdorf bei Berlin 2007 dafür entschied, eine neue Anlage für die Herstellung hochpräziser Stanzteile anzuschaffen, stand sie vor der Frage: Welcher Anlagenbauer kann unsere Anforderungen umsetzen? Diese Frage war für das Unternehmen nicht einfach zu beantworten, denn schließlich sind die Hennigsdorfer in Deutschland Alleinlieferant für spezielle Stanzteile, die bei Eisenbahnschwellen verwendet werden. Gemeinsam wurde überlegt und Kontakt mit verschiedenen Firmen aufgenommen. Insgesamt vier Angebote wurden eingeholt.
Rene Kriening, Leiter der Stanzerei bei Flamm Syscomp, schlug das Unternehmen Wanzke Umformtechnik aus Niedernberg bei Aschaffenburg vor. Bereits einmal hatte der gelernte Werkzeugmacher und Elektromechaniker gute Erfahrungen mit der Wanzke-Technik gemacht.
Hydraulische Stanzpresse mit 4-Kammer-Antrieb überzeugt
Mit dem Anlagenkonzept einer hydraulischen Presse mit 4-Kammer-Antrieb konnte Geschäftsführer Manfred Wanzke die Hennigsdorfer dann auch überzeugen: Ende 2007 erhielt sein Unternehmen den Auftrag. Ein Lasten-Pflichten-Heft wurde erstellt und eine Vielzahl von Einzelgesprächen geführt.
Kriening hat die Stanzerei in Hennigsdorf mit aufgebaut und wusste, worauf es ankommt. Die meisten Maschinen hat er selbst mit ausgesucht und die Konstruktion mit beeinflusst. Nicht von der Stange, sondern individuell auf den Anwendungsfall zugeschnitten sollte nun die neue Maschine sein.
Rene Kriening kennt Manfred Wanzke seit mehr als 20 Jahren, auch seine Anlagen und die Anwendungsmöglichkeiten. Was ihn von Anfang an an den Maschinen beeindruckte, war, dass alle Funktionen frei programmierbar und frei miteinander kombinierbar sind. Dadurch wird es für den Anwender möglich, sich den Bewegungsablauf sehr flexibel zu gestalten. Auch die Präzision hatte ihn beeindruckt. Für ihn war es also logisch, sich bei der neuen Problemstellung an Manfred Wanzke zu wenden.
Spezielles Transferwerkzeug erfordert maßgeschneiderte Stanzanlage
Bereits im Jahr 2006 entwickelte die Flamm Syscomp eigens für die Eisenbahnschwellen-Stanzteile ein Transferwerkzeug. Dass dieses nicht optimal auf einer konventionellen Presse eingesetzt werden konnte, war nach einigen Erprobungen klar. Also musste eine maßgeschneiderte Anlage her, denn das neue Werkzeug erforderte eine bestimmte Bewegungscharakteristik der Maschine, die sich mit einer Exzenterpresse nicht realisieren lässt.
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