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Dazu erläutert Ekkehard Hüne von der Leicht Stanzautomation und der Mann für Quittenbaum, wenn es um die Wickel- und Schweißtechnik geht: „Den automatischen Vierfachaufwickler gibt es bereits seit eineinhalb Jahren in unserem Programm. Das Besondere daran ist die Steuerung, auf deren Display alle Einstellungen vorgenommen werden können. Damit kann praktisch die Anzahl der Teile, die auf eine Spule aufgewickelt werden, eingestellt werden. Ist die eingestellte Größe erreicht, so wird das Band exakt an der Stelle abgeschnitten. Automatisch wird anschließend die neue Spule vor den Schacht gefahren und mit der zuvor eingestellten Stückzahl bestückt.“
Neue Generation von Vierfachaufwicklern angekündigt
Das klingt nicht nur genial, sondern ist es in der Tat auch. Doch wie Hüne wissen lässt, steht die nächste Revolution am Vierfachaufwickler bereits in den Startlöchern. Die nächste Generation wird dann mit einer Kamera ausgestattet sein, die dem Anwender dann eine Menge Platz spart.
„Das Problem“, sagt Quittenbaum, „ist, dass bei der bisherigen Lösung sehr viel Platz verschwendet wird, weil man je nach Bandsteifigkeit unterschiedliche Schlaufenlängen bei zwei Schlaufen benötigt, um ein gleichmäßiges Wickeln zu gewährleisten. Mit dem von Leicht integrierten Kamerasystem spart man dann gleich zwei Meter, die eigentlich nur Totraum bedeuten, und das macht eine Menge Geld aus.“ Aus diesem Grunde sehen Quittenbaum und Schöfegger in der neuen Leicht-Lösung erhebliche Vorteile.
Vierfachwickler beseitigen Stillstandszeiten bei voller Spule
Für den Vierfachwickler entschied sich Quittenbaum vor allem aufgrund der hohen Stückzahlen, die von den Bruderer-Stanzautomaten gefertigt werden. Zudem stellen die Vierfachaufwickler sicher, dass es bei voller Spule keine der bekannten Stillstandszeiten mehr gibt. Einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit der Aufwickler geben die folgende Zahlen: Eine Spule ist mit etwa 3300 Stück in etwa fünf Minuten voll gewickelt. Dann hat die Spule einen Durchmesser von 630 mm. Im herkömmlichen Aufwickelprozess wäre dann zwischen zwei Spulen ein Wechselprozess. Dieser Wechselprozess kann sehr rasch die Zeit der Produktionsdauer der nächsten Spule erreichen.
Eine weitere Technik von Leicht, die den Stanzprozess sicherer macht, sind die Rohband-Schweißgeräte. Dort wird das Bandende des einen Bandes mit dem Bandanfang des nächsten Bandes verschweißt. Das, so wissen es die Experten, macht man deshalb, weil sonst in manchem Werkzeug oder bei einem schwierigen Material beim sogenannten Anstanzen Probleme auftreten können. Das kann unter anderem zum Werkzeugbruch führen.
Damit dies nicht geschieht, werden die Bandenden, die in der Anlage mit einem 75 °-Schnitt versehen werden, automatisch zusammengeführt und miteinander verschweißt. Anschließend wird die Schweißnaht verpresst und geglättet, und das alles, ohne die laufende Fertigung zu unterbrechen.
Die perfekt aufeinander abgestimmte Produktion und das über Jahrzehnte angesammelte Wissen, das Unternehmensleitung wie auch die Mitarbeiter erworben haben, sind Garanten dafür, dass bei Quittenbaum nur erstklassige Produkte zuverlässig ihre Weiterverarbeiter erreichen. Die Kundentreue ist dafür der beste Beweis. Und obwohl sich Heinz Quittenbaum etwas aus dem operativen Geschäft zurücknehmen will, wird er mit seinen Mitarbeitern trotzdem die Geschicke des Unternehmens weiterentwickeln. Mit Günther Schöffegger hat er sich einen absoluten Experten der Stanztechnik zur Unterstützung ins Haus geholt.
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