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Matrixorganisation

Diener vieler Herren – Wie man die Matrix in Gang setzt

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Viele Entwicklungsprogramme setzen darauf, Führungskräfte für die Matrix fit zu machen, die ohne explizite Weisungsbefugnis in der Querschnittsfunktion agieren. Noch wichtiger ist es allerdings, gerade diejenigen anzusprechen, die auch weiterhin in der Rolle des Linienvorgesetzten agieren. Für die disziplinarischen Vorgesetzten geht es letztlich um einen weitreichenden Paradigmenwechsel (Kooperation mit Fachvorgesetzten), der demjenigen für die Mitarbeiter (Diener zweier Herren) in Nichts nachsteht.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Führungskräfte mit und ohne Weisungsbefugnis zwingend und notwendig unterschiedlich führen sollten. Vielmehr ist ein für die Umsetzung der Matrix spezifisches Mindset gleichermaßen für disziplinarische Vorgesetzte als auch für Führungskräfte ohne Vorgesetztenfunktion erforderlich.

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Was tun bei Zielkonflikten und Leistungsverweigerung?

Ziel- und Interessenkonflikte sowie eine Mehrfachbelastung aus verschiedenen Projekten führen häufig dazu, dass Mitarbeiter ein neues Projekt in Frage stellen und ihren Beitrag dafür verweigern. Mit bestimmten Kommunikationsregeln können Führungskräfte ein spezifisches Mindset etablieren, um positiv auf die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter einzuwirken.

Besonders wichtig sind Sprachmuster, die den Standpunkt des Projektverantwortlichen unterstützen und damit seine innere Einstellung klar zum Ausdruck bringen. Er macht deutlich, dass das Projekt, seine Ziele, die Mitarbeit des Teams sowie vereinbarte Termine nicht diskutierbar sind. Bei diesen so genannten Bodenpunkten sollten alle Ob-Diskussionen konsequent in Richtung von Wie-Fragen umgelenkt werden. Am Ende werden die Teams bereits konkrete Lösungswege diskutieren, zum Beispiel wie vorgegangen werden kann, um die Aufgabenstellung zu lösen und Tagesgeschäft, Linien- und Projektaufgaben zeitlich unter einen Hut zu bringen. Wer dabei übersteigerte Problemwahrnehmungen der Mitarbeiter dämpft und die Wahrnehmung von Möglichkeiten fördert, indem er diese zum Beispiel besonders engagiert diskutiert, installiert eine positive self-fulfilling-prophecy.

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