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Die Bearbeitungsart ist also zu allererst eine Herausforderung an die Tafelbelegung. Der Schachtelalgorithmus muss nach einer Lösung suchen, die es erlaubt, bei minimalem Ausschuss möglichst viel gemeinsam zu schneiden. Die Programmiersoftware erzeugt bei allen Konturen, deren Abstand zueinander dem Schnittspalt der anstehenden Technologietabelle entspricht, automatisch einen gemeinsamen Trennschnitt. Diese Form der Bearbeitung bietet mehrere Vorteile:
- Der Teileabstand entspricht der Werkzeugabmessung und ist damit so klein wie möglich. Das bedeutet: Der Materialverschnitt bei der Tafelbelegung ist minimal.
- Die gleichzeitige Bearbeitung von zwei Teilekanten spart Zeit und damit automatisch auch Energie.
- Im Idealfall entsteht kein Restgitter, es bleibt nur ein Rahmen übrig, der leicht zu handhaben ist. Speziell bei nicht automatisierten Maschinen und der Bearbeitung großer Rohtafeln bringt das nochmals einen Zeitvorteil.
- Und schließlich erhöht sich durch weniger Restgitter die Prozesssicherheit. Denn eine Verformung des Gitters während der Bearbeitung, die durch Einbringen von Wärme sowie durch bereits vorhandene Spannung im Material entstehen kann, birgt immer die Gefahr einer Kollision zwischen Blech und Schneiddüse.
Reduzierung der Nebenzeiten ist von großer Bedeutung
Der am häufigsten unterschätzte und in der Realität bedeutendste Beitrag zur Wirtschaftlichkeit liegt in der Reduktion der Nebenzeiten. Seit einigen Jahren wird dieser Punkt auch in der Blechfertigung mehr und mehr beachtet. Die Basis dieser Sichtweise hat vor über 50 Jahren Toyota mit seinem Produktionssystem gelegt. Schlagworte wie „synchrone Produktion“, „just in time“ oder „Pull-System“ gingen weltweit durch Wissenschaft und Unternehmen.
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