Schraubsystem

Einstanzmuttern sorgen für sichere Verbindungen bei Ventilatoren

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Bild 2: Eine intelligente Zuführtechnik der Verbindungselemente spart Zeit und Kosten. Bilder: Arnold & Shinjo (Archiv: Vogel Business Media)

Die Einstanzmuttern haben sich dabei als Verbindungselemente erwiesen, die auch unter extremen Bedingungen weit über den Produktlebenszyklus hinaus sämtliche sicherheitsrelevanten Prüfungen erfolgreich absolvieren. Im Rahmen zerstörender Dauerversuche im eigenen Entwicklungs- und Versuchslabor von Ziehl-Abegg stellten die Verbindungen ihre Leistungsfähigkeit über die gesamte Zeitschiene unter Beweis.

Einstanzmuttern überstehen Zugbelastung besser als Blechperipherie

Eine Versuchsanordnung sah beispielsweise anstatt der betriebsüblichen Druckbelastung eine Belastung der Einstanzmutter unter Zug in Verbindung mit starker Unwucht vor. Während die gestanzte Verbindung stabil überdauerte, riss die Blechperipherie ein.

Dabei ist das Prinzip der Einstanzmutter einfach. Das Verbindungselement wird durch ein standardisiertes Werkzeug lagerichtig an die Verarbeitungsstelle herangeführt und die Mutter positionsgenau eingestanzt. Der Stanzbund stanzt ein Loch in das Blech, anschließend wird das Blech in das Verbindungselement gepresst. Der Stanzabfall wird durch die Matrize abgeführt.

Als entscheidender Wettbewerbsvorteil hat sich für Arnold & Shinjo die Tatsache erwiesen, dass man Ziehl-Abegg gleich die zum Produkt passende Verarbeitungstechnik mitliefern konnte. Die maßgeschneiderte Systemlösung besteht aus Stanzkopf und Matrize. Zusätzlich liefern die Verbindungsspezialisten die notwen-ige Förder- und Steuertechnik. Lediglich das Werkzeug entwickelten die Ventilatorenhersteller selbst.

Bis zu vier Einstanzmuttern in einem Arbeitsgang

Die Kombination ermöglicht einen Verarbeitungsprozess, der bis zu achtmal schneller ist als das vorher eingesetzte Verfahren. Wurde bei der konventionellen Lösung in der Vergangenheit die Mutter einzeln eingenietet, können jetzt bis zu vier Stanzmuttern in einem Arbeitsgang zeitgleich eingebracht werden. Die Verbindungselemente werden über Schläuche an das Werkzeug geführt und dort über einen Multiverteiler an die jeweiligen Stanzköpfe verteilt. Gleichzeitig reduziert der Multiverteiler im System die konventionell benötigten Schnittstellen zum Werkzeug.

Zusätzlich setzt das System Akzente unter qualitativen Aspekten. Einstanzmuttern garantieren hohe Prozesssicherheit. Durch die Verarbeitung im Werkzeug sind erheblich geringere Positionstoleranzen notwendig als bei der Einzelelement-Variante. Die Mutter stanzt sich das Loch selbst und ist daher genau im Bauteil positioniert. Der relative Lochabstand zueinander bleibt stets gleich, es existieren keine Toleranzen zwischen den Muttern untereinander.

Die Verwendung der Pias-Einstanzmuttern hat sich auch an Einsatzorten, die unter hohen Belastungen unterschiedlicher externer Kräfte stehen, bewährt. Bei Ziehl-Abegg sind sie als Systemlösung in Verbindung mit der passenden Verarbeitungstechnik etabliert und zeigen unter Qualitäts- und Kostenaspekten beeindruckende Ergebnisse.

Thomas Idler ist Vertriebsleiter Export bei der Arnold & Shinjo GmbH & Co. KG, 74677 Dörzbach.

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