Elektrodenschweißen ist einer der einfachsten Schweißprozesse. Es ist ein Verfahren für das Schweißen per Hand. Mit Elektroden schweißen macht eine starke Schweißnaht möglich.
Fronius bietet mit dem robusten, einphasigen Elektrodenschweißgerät Transpocket 180 ein System mit einem Schweißstrombereich bis 180 Ampere an.
(Bild: Fronius)
Was ist Elektrodenschweißen?
Das Elektrodenschweißen ist eine Verbindungstechnik. Es ist ein Schweißverfahren, bei dem eine elektrische Stromquelle verwendet wird.
Mit der Stromquelle wird eine Schweißelektrode erhitzt und das zu schweißende Material geschmolzen. Die Schweißelektrode besteht aus einem Metallstab. Sie wird als Füllmaterial verwendet, um das zu schweißende Material zu verbinden.
Das Verfahren wird auch als Stabelektrodenschweißen oder manuelles Lichtbogenhandschweißen bezeichnet. Es wird häufig bei Reparaturen eingesetzt. Außerdem wird es bei der Konstruktion von Stahl- oder Metallstrukturen wie Brücken, Gebäuden oder Schiffsbauteilen eingesetzt.
Beim Elektrodenschweißen wird eine elektrische Spannung zwischen der Schweißelektrode und dem Werkstück erzeugt. Dadurch entsteht ein Lichtbogen.
Durch die Hitze des Lichtbogens schmilzt die Schweißelektrode. Das zu schweißende Material schmilzt ebenfalls. Beides fließt dabei zusammen und bildet so eine starke Schweißnaht.
Das Elektrodenschweißen erfordert jedoch Erfahrung und Geschicklichkeit. Der Schweißer muss die richtige Stromstärke und den richtigen Abstand sowie Winkel zwischen Schweißelektrode und Werkstück wählen. Nur so kann man eine saubere und gleichmäßige Schweißnaht erzeugen.
Wie viele Ampere zum Elektrodenschweißen?
Die richtige Stromstärke beim Elektrodenschweißen zu wählen ist einer der wichtigsten Faktoren um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Bei dünnen Materialien braucht man eine niedrigere Stromstärke. Bei dickeren Materialien braucht man eine höhere Stromstärke.
Eine einfache Faustformel lautet: 30 bis 40 Ampere pro Millimeter Durchmesser der Elektrode. Daraus kann man sich selbst ganz einfach für das Elektrodenschweißen Tabellen erstellen. In der Regel liegen die Stromstärken insgesamt zwischen 50 und 250 Ampere.
Die Amperezahl hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Dicke des zu schweißenden Materials
Art der Schweißelektrode
Schweißposition
Art der Schweißelektrode
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht nur die Stromstärke die Schweißqualität beeinflusst. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Wahl
Was muss man beim Elektrodenschweißen beachten? Was sind die typischen Fehler?
Beim Elektrodenschweißen gibt es wichtige Punkte zu beachten, um eine qualitativ hochwertige Schweißnaht zu erzielen:
1. Vorbereitung des Materials: Das Werkstück sollte gründlich gereinigt werden. Öl, Fett oder andere Verschmutzungen müssen entfernt werden. Denn sie können die Schweißqualität beeinträchtigen.
Das Material sollte auch richtig positioniert und ausgerichtet sein. Nur so kann eine gleichmäßige Schweißnaht gewährleistet werden.
2. Wahl der Schweißelektrode: Die Wahl der richtigen Schweißelektrode ist entscheidend für eine gute Schweißqualität. Die Schweißelektrode muss für das zu schweißende Material und die Schweißposition geeignet sein.
3. Stromstärke und Spannung: Die Stromstärke und Spannung müssen entsprechend eingestellt werden. Dabei müssen das Material, die Elektrode und der Schweißposition berücksichtigt werden.
4. Schweißtechnik: Der Schweißer muss die Schweißelektrode in einem bestimmten Winkel halten. Außerdem muss er die Hand in einem bestimmten Abstand zum Werkstück führen. So kann man eine saubere und gleichmäßige Schweißnaht erzeugen.
5. Sicherheit: Beim Elektrodenschweißen wird ein Lichtbogen erzeugt, der sehr heiß ist und starke UV-Strahlung abgibt. Es ist wichtig, Schutzkleidung wie Handschuhe, Helm und Schutzbrille zu tragen. Nur so kann man Verletzungen vermeiden.
6. Nacharbeiten: Nach dem Schweißen muss die Schweißnaht geschliffen und/oder poliert werden. Nur so kann man eine glatte und gleichmäßige Oberfläche erzielen.
Typische Fehler beim Elektrodenschweißen sind unter anderem ungleichmäßige Schweißnähte, Porosität, Schweißspritzer und Überhitzung. Diese Fehler können vermieden werden, indem die oben genannten Punkte beachtet werden.
Beim Elektrodenschweißen Polung richtig beachten
Beim Elektrodenschweißen ist die richtige Polung entscheidend für ein erfolgreiches Schweißergebnis. Grundsätzlich gilt: Bei Gleichstrom (DC) sollte die Elektrode immer positiv gepolt sein, während das Werkstück negativ gepolt ist.
Stand: 08.12.2025
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Bei Wechselstrom (AC) spielt die Polung keine Rolle, da sich die Polarität während des Schweißvorgangs ständig ändert. Es ist wichtig, die richtige Polung entsprechend der Schweißanleitung und den Materialien zu wählen. Denn nur so kann eine gute Schweißnahtqualität sichergestellt werden.
Warum benötigt man ein Schweißschild beim Elektrodenschweißen?
Die intensive Strahlung des Lichtbogens kann die Augen und die Haut schädigen. Ein Schweißschild bietet Schutz, indem er die Strahlung abhält und reflektiert.
Ein Schweißschild besteht aus einem Schutzglas, das in einem Rahmen aus Metall oder Kunststoff befestigt ist. Das Schutzglas ist meistens dunkel getönt. Es schützt vor UV-Strahlen und Infrarotstrahlung.
Einige Schweißschilder haben auch eine zusätzliche Schutzfolie. Sie schützt den Schweißer vor Spritzern und Funken.
Das Schweißschild sollte so positioniert werden, dass es das Gesicht und den Hals des Schweißers bedeckt. Dabei sollte aber die Sicht auf das Schweißgut nicht verdeckt sein.