Rittal

Energieeffiziente Schaltschrankkühlung

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Rittal sieht sich bei Kühlgeräten für Schaltschränke als Marktführer

Was auch für die Kühlgeräte spreche, sei die leichte Bedienung über das Touchdisplay. Das Display zeigt die laufende Leistung an sowie Fehlermeldungen. Auch eine kontaktlose Informationsweitergabe über eine App auf Mobilgeräte per NFC-Interface sei möglich. Bei auftretenden Fehlern könne eine schnelle Analyse über die Ridiag-Software per USB-Anschluss erfolgen.Eine wichtige Entwicklung auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz war laut Steffen 2005 die Verwendung der Nanotechnik (Rinano) auf den Verflüssigern der damaligen Toptherm-Kühlgeräte, die so eine Staub­ansammlung verhindert hätten und dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken.

Das Unternehmen Rittal beschäftigt sich seit 55 Jahren mit der Serienherstellung von Schaltschränken. Steffen erläutert: „In China haben wir eine gute Marktposition.“

In Deutschland habe man einen Marktanteil von 60 % und in Europa liege dieser bei 30 %. In den USA sei man die Nummer zwei. „Bei den Kühleinheiten sind wir weltweit Marktführer“, sagt Steffen nicht ohne Stolz. Im vergangenen Jahr habe man alleine am Standort in Valeggio (Italien) 120.000 Einheiten gefertigt, so der Werkleiter Nicola Salandini.

Seit 20 Jahren werden in Valeggio Kühlgeräte hergestellt, seit 16 Jahren gehört die ehemals unter dem Namen Kelvin arbeitende Firma zur Friedhelm Loh Group, zu der als Hauptunternehmen auch Rittal zählt. Zukünftig will die Gruppe ihre Produktion noch stärker bündeln und deshalb werde bald die komplette Kühlgeräteproduktion in Valeggio angesiedelt sein.

Dabei werde man die Produktion weiter nach Industrie-4.0-Gesichtspunkten ausbauen. Ganz im Sinne von Industrie 4.0 ermögliche die datengesteuerte Montage bereits heute eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. Trace­ability ziehe sich somit vom Wareneingang über die Montageplätze bis hin zum Kühlgerät selbst: Die Kühlgeräte Blue e+ sind mit einem neuartigen, sicheren Kommunikationsmodul ausgestattet, das ein Fern-Monitoring relevanter Systemdaten ermöglicht. Außerdem werde nach höchsten Qualitätskriterien gefertigt.

Jedes produzierte Kühlgerät werde einer vollständigen Funktionsprüfung unterzogen. Seit 2015 wird dort die Linie Blue e+ nahezu papierlos produziert – bis auf ein Begleitblatt, dies soll aber in wenigen Wochen auch noch wegfallen und durch einen RFID-Chip ersetzt werden.

Mit allen Produkten, die die Friedhelm Loh Group mit Rittal als größtes Unternehmen anbiete, erziele man laut Steffen weltweit mit 11.500 Mitarbeitern an 18 Produktionsstandorten und 78 Tochtergesellschaften einen Umsatz von 2,2 Mrd. Euro. MM

(ID:44200119)