Suchen

Fraunhofer IWU

Energieeffizienz und Ressourcenschonung in der Produktion gefordert

| Redakteur: Stéphane Itasse

Vom 29. bis 30. September fand das International Chemnitz Manufacturing Colloquium ICMC 2010 im Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz statt, wie der Veranstalter heute in seinem Nachbericht mitteilt. Im Mittelpunkt standen neue Erkenntnisse der Produktionswissenschaften bei der Werkzeugmaschinenentwicklung, der spanenden Bearbeitung, der Mechatronik/Adaptronik sowie der Mikrofertigungstechnik.

Firma zum Thema

Plädiert für die ressourceneffiziente Fabrik: Prof. Reimund Neugebauer, Leiter des Fraunhofer IWU. Bild: MM-Archiv
Plädiert für die ressourceneffiziente Fabrik: Prof. Reimund Neugebauer, Leiter des Fraunhofer IWU. Bild: MM-Archiv
( Archiv: Vogel Business Media )

Begrüßt wurden rund 170 Teilnehmer aus 13 Ländern. Von besonderem Interesse waren die Plenarvorträge von Prof. Alfred Gossner, Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Jochem Heizmann, Konzernvorstand der Volkswagen AG, und von Dr. Marcus Queins, Entwicklungsleiter der Dörries Scharmann Technologie GmbH, heißt es. Sie referierten über die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in der Produktion.

Energieeffizienz fordert Werkzeug- und Formenbau heraus

So verdeutlichte Prof. Jochem Heizmann an Beispielen der ressourceneffizienten Bearbeitung von Motorbauteilen und Verbindung von Karosseriebauteilen, dass nachhaltige Produktion keine Zukunftsvision mehr ist, sondern in Unternehmen umgesetzt wird. Ein weiteres Ziel der Automobilbranche sei, die CO2-Emissionen bis 2050 deutschlandweit um bis zu 92% zu senken. So sollen bis 2014 verschiedene serienreife Hybrid- und Elektro-Fahrzeuge auf den Markt kommen.

Bildergalerie

Auch im Werkzeug- und Formenbau steht die Ressourceneffizienz an erster Stelle. Das birgt große Herausforderungen, denn der Energieverbrauch für die Herstellung soll gesenkt, aber die Prozessstabilität im Prozess gewährleistet werden.

Mikrostrukturierung von Oberflächen erhöht Energieeffizienz

Einen Ansatz erläuterte Prof. Reimund Neugebauer, Institutsleiter des Fraunhofer IWU: die Reibungsminimierung durch die Mikrostrukturierung von Oberflächen. „Um in der Zukunft eine ressourceneffiziente Fabrik zu schaffen, benötigen wir das Zusammenspiel einer wirkungsgradoptimierten Produktion, einem Total Energy Management und der Nutzung alternativer Energien“, schloss Neugebauer seinen Vortrag.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 362293)