Nächster Profiteur Auch MTU-Triebwerke boomen in diesen Zeiten

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Nachdem Rolls-Royce unter anderem mit Jet-Triebwerken gut verdient, kann auch MTU aus München nicht klagen ...

Blick in die Triebwerksmontage von MTU in München. Das Beste: Die Auftragslage ist schon jetzt so gut (und zwar vorwiegend aus dem zivilen Sektor), dass man sich um die mittelfristige Zukunft keine Sorgen machen muss ...(Bild:  MTU)
Blick in die Triebwerksmontage von MTU in München. Das Beste: Die Auftragslage ist schon jetzt so gut (und zwar vorwiegend aus dem zivilen Sektor), dass man sich um die mittelfristige Zukunft keine Sorgen machen muss ...
(Bild: MTU)

Der Triebwerkshersteller MTU profitiert von hoher Nachfrage in ziviler Luftfahrt und Rüstungsindustrie, heißt es. Im ersten Halbjahr legten Umsatz und Gewinn deshalb kräftig zu. Vorstandschef Johannes Bussmann und Finanzchefin Katja Garcia Vila sehen den Konzern nun auf einem guten Weg, dass die gesteckten Jahresziele – unter anderem soll der Umsatz auf 9,2 bis 9,7 Milliarden Euro steigen – auch erreicht werden. Der Umsatz in der ersten Jahreshälfte wuchs bereits um 13 Prozent (auf knapp 4,7 Milliarden Euro). Der Nettogewinn legte um fünf Prozent (auf 502 Millionen Euro) zu. Trotz der hoch volatilen Situation im Nahen Osten habe MTU im ersten Halbjahr starke Ergebnisse erzielt. Die Münchener bauen zusammen mit dem größeren US-Triebwerkshersteller Pratt & Whitney sowie Japanese Aero Engines den sogenannten Getriebefan-Antrieb, der den kleinsten Airbus-Passagierjet A220 und etwa jedes zweite Exemplar der Modellfamilie A320neo antreibt (Neo-Fan-Montage im Bild) – das ist derzeit die meistverkaufte Flugzeugreihe der Welt.

MTU hat jetzt schon für drei Jahre ausgesorgt

Auch an Antrieben für Großraumjets des US-Herstellers Boeing ist MTU beteiligt. Sowohl Airbus als auch Boeing hatten in den Vortagen außerdem gute Zahlen gemeldet. Allerdings muss auch gesagt werden, dass Erlös und operativer Gewinn im Geschäft mit neuen Triebwerken leicht schrumpften – hauptsächlich wegen des schwachen US-Dollars. Triebwerkswartung und Militärgeschäft warfen aber deutlich mehr ab als ein Jahr zuvor. Das Rüstungsgeschäft spielt bei MTU übrigens nur eine untergeordnete Rolle. Den Großteil seiner Umsätze erzielt MTU nämlich im zivilen Bereich. Die Arbeit wird den weltweit knapp 14.100 Beschäftigten jedenfalls in näherer Zukunft nicht ausgehen! Denn der Auftragsbestand lag Ende Juni bei 30,4 Milliarden Euro, womit nach Angaben von Garcia Vila die Produktionsauslastung rechnerisch für gut drei Jahre gesichert ist.

(ID:50915666)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung