Präzision für die Mikrostanztechnik Hochpräzise Kleinteile in Serie fertigen

Quelle: Pressemitteilung Bruderer AG 3 min Lesedauer

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Mit dem neuen Festhub-Stanzautomat BSTL 610-150 zeigt Bruderer auf der Micronora 2026, wie sich engste Toleranzen wirtschaftlich in Serie fertigen lassen.

Der BSTL 610-150 mit der neuen Steuerungsversion ist für die Komplettproduktion anspruchsvoller Stanzteile in der KI- und der Elektronikindustrie mit einer Vielzahl von Funktionen und Anforderungen vorbereitet.(Bild:  Bruderer)
Der BSTL 610-150 mit der neuen Steuerungsversion ist für die Komplettproduktion anspruchsvoller Stanzteile in der KI- und der Elektronikindustrie mit einer Vielzahl von Funktionen und Anforderungen vorbereitet.
(Bild: Bruderer)

Auf der Micronora 2026 in Besançon, Frankreich, zeigt Bruderer vom 29. September bis 2. Oktober, wie sich engste Toleranzen, dünnste Materialien und hohe Prozesssicherheit im Stanzprozess wirtschaftlich realisieren lassen. Im Mittelpunkt des Messeauftritts in Halle B1, Stand 401/500 stehen die patentierte Servoachsentechnologie BSA und der neue Festhub-Stanzautomat BSTL 610-150.

Die Servoachsentechnologie BSA ermögliche höhere Bandgeschwindigkeiten und Hubzahlen sowie mehr Prozesssicherheit und größere Gestaltungsfreiheit. Sie ist in der neuen B3-Maschinensteuerung in einer erweiterten Version verfügbar. Der BSTL 610-150 mit der neuen Steuerungsversion ist auf die Komplettproduktion anspruchsvoller Stanzteile in der KI- und der Elektronikindustrie ausgelegt.

Gestaltungsfreiheit für lange Werkzeuge und dünnste Materialien

Die Servoachsentechnologie BSA ist auf die Anforderungen ausgelegt, die in der Mikrostanztechnik über Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit entscheiden: lange Werkzeuge, hohe Hub- und Vorschubgeschwindigkeiten sowie sehr dünne Materialien bis zu 0,1 Millimetern und weniger. Mit der neuen Maschinensteuerung B3 hat sich die maximale Anzahl einsetzbarer Servoachsen verdoppelt: Statt bisher sechs sind jetzt bis zu zwölf vollintegrierte Achsen möglich. Dadurch ließen sich die Gestaltungsspielräume im Werkzeugbau über das mit klassischen mechanischen Lösungen Erreichbare hinaus erweitern, so Bruderer.

Außerdem können die BSA die Produktivität steigern und die Stückkosten senken: Mit ihrer Hilfe lassen sich laut Hersteller Bandgeschwindigkeiten und Hubzahlen deutlich erhöhen. Je nach Prozess seien Steigerungen der Hubzahl bis zu 100 Prozent und mehr erreichbar. Einen wichtigen Beitrag leistet hierbei die werkzeugintegrierte Bandstraffung der BSA, etwa über ein Stachelrad, alternativ auch als externes, nachrüstbares System. Der zusätzliche ziehende Transport hält das Band jederzeit straff und stabilisiert damit den Stanzprozess. Gerade bei langen Werkzeugen, hohen Hub- und Vorschubgeschwindigkeiten sowie sehr dünnen Materialien können Anwender von dieser Prozesssicherheit profitieren.

Der Touchscreen mit Kachelansicht der B3-Maschinensteuerung erlaubt den direkten Zugriff auf sämtliche Funktionen von Stanzautomat und Peripherie.(Bild:  Bruderer)
Der Touchscreen mit Kachelansicht der B3-Maschinensteuerung erlaubt den direkten Zugriff auf sämtliche Funktionen von Stanzautomat und Peripherie.
(Bild: Bruderer)

Genau abgestimmt

Die patentierte Technologie stimmt die Servoachsen beim Bandtransport automatisch und präzise auf die Winkelposition des Kurbeltriebs ab. Das gilt auch bei variierenden Hubzahlen und wechselnden Vorschublängen. Dadurch lassen sich Stanzgeschwindigkeiten prozesssicher optimieren.

Charakteristisch für die BSA-Technologie ist ihre dreistufige Architektur: Class-1-Module steuern drehzahlgeregelte Bearbeitungswerkzeuge wie Hartmetallfräser, Gewindeschneider oder Bohrer unabhängig vom Maschinentakt. Class-2-Module positionieren Stellachsen präzise von Punkt zu Punkt, etwa für automatisiertes Bandeinfädeln. Class-3-Module als technologisches Kernstück regeln den Bandtransport sowie Zuführ- und Abstapeleinheiten, Montage- und Querschieber, Auswerfer und Schleppfinger.

BSTL 610-150: kostenoptimierte Baureihe

Mit dem neuen Festhub-Stanzautomaten BSTL 610-150 richtet sich Bruderer an Besucher der Micronora, die sich dafür interessieren, hochpräzise Kleinteile wirtschaftlich, energieeffizient und prozesssicher in Serie zu fertigen. Die Neuheit verbinde die Anforderungen der Massenfertigung kleiner, toleranzkritischer Bauteile – etwa für die Elektronik- oder Medizintechnikindustrie – mit den Präzisionsansprüchen der Mikrotechnik.

Rund 30 Prozent weniger Energieverbrauch

Die Neuheit ergänzt die 2023 gestartete Reihe der Festhub-Stanzautomaten um ein größeres und leistungsstärkeres Modell. Ihr energiesparender 15-Kilowatt-Motor erzeugt eine Nennpresskraft von bis zu 610 Kilonewton und ist damit auch für lange Werkzeuge geeignet. Die Werkzeug-Einbauöffnung ist 1.500 Millimeter groß, die Bandeinlaufbreite reicht bis 340 Millimeter, der Stösselverstellweg beträgt 64 Millimeter.

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Verfügbar ist der Stanzautomat in mehreren Ausführungen mit jeweils fester Hublänge. Bei 50,8 Millimeter können bis zu 580 Hub pro Minute (H/min) erreicht werden, bei 19 Millimeter sind es maximal 850 H/min. Dazwischen bewegen sich die Werte für Hübe von 25,4 Millimeter Länge (830 H/min), 31,8 Millimeter (730 H/min) und 38 Millimeter (670 H/min). Durch den Einsatz neuester Antriebstechnologien verbrauche der BSTL 610-150 rund 30 Prozent weniger Energie als vergleichbare Stanzautomaten.

Zentrale Steuerung

Der BSTL 610-150 wird mit der neuen Maschinensteuerung B3 ausgeliefert. Dank ihres klaren Aufbaus und der übersichtlichen Struktur erschließe sich die Bedienung schnell und intuitiv. Die Steuerung biete zudem eine einfache und prozesssichere Möglichkeit, individuelle Benutzerrollen mit vordefinierten Rechten zu definieren, wodurch Bedienfehler reduziert werden können.

Am Touchscreen mit Kachelansicht werden alle Maschinen- und Prozessparameter wie Werkzeug, Presskraft und Position auf einen Blick angezeigt. Sämtliche Informationen lassen sich an einem zentralen Bedienfenster kontrollieren. Die kontinuierliche Presskraftüberwachung mit Hüllkurven zeigt Veränderungen einzelner Module zeitnah an, Stanzfehler werden so schneller erkannt. Die Überwachung von Werkzeugen, Schiebern und Drehstationen lässt sich per Knopfdruck mit einem intelligenten Parametriersystem automatisch einlernen. Dadurch entfällt das manuelle Programmieren. Neben dem direkten Zugriff auf sämtliche Funktionen des Stanzautomaten lassen sich am Bedienpanel ebenso die angeschlossenen Peripheriegeräte regeln – auch die von Drittanbietern.

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