Handelsentwicklungen Kanada plant einzigartige Allianz mit der EU

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Wegen des eskalierenden Handelsstreits mit den Vereinigten Staaten will sich Kanada stärker der Europäischen Union zuwenden, wie die dpa informiert ...

Kanada und die USA liegen handeltstechnisch schon im Clinch, seit Donald Trump zum zweiten Mal US-Präsident wurde. Langfristig könnten Kanada aber der Verlierer sein. Deshalb wendet sich das Land stärker seinem Handelspartner EU zu. Es soll so etwas ganz besonderes entstehen ...(Bild:  KI-generiert)
Kanada und die USA liegen handeltstechnisch schon im Clinch, seit Donald Trump zum zweiten Mal US-Präsident wurde. Langfristig könnten Kanada aber der Verlierer sein. Deshalb wendet sich das Land stärker seinem Handelspartner EU zu. Es soll so etwas ganz besonderes entstehen ...
(Bild: KI-generiert)

Kanadas Premierminister Mark Carney sagte Medienberichten zufolge kürzlich in Toronto, dass sein Land keine EU-Mitgliedschaft anstrebt, aber hofft, meine einzigartige Allianz mit der EU aufbauen zu können. Carney begründete: „Wir teilen dieselben Werte! Wir haben dieselben Prioritäten und wir verfügen über sich gegenseitig sehr ergänzende Stärken.“ Er reagierte damit auf einen Bericht des Wall Street Journals vom 12. September, wie es weiter heißt. Denn die Zeitung hatte unter Berufung auf Vertreter der EU und Kanadas berichtet, dass Carney die Möglichkeit einer assoziierten EU-Mitgliedschaft im Auge hat. Demnach sei auch die EU dafür offen. Gespräche zwischen kanadischen und europäischen Beamten gebe es schon lange. Geprüft werde unter anderem, wie Kanada an den europäischen Binnenmarkt angebunden werden könne – etwa in Bezug auf Energie, künstliche Intelligenz, Verteidigung und kritische Mineralien.

Kanada ist der leidendere Akteur im Handelsstreit

Klappt das, könnten Waren, Dienstleistungen und Arbeitskräfte aus diesen Branchen reibungslos zwischen Europa und Kanada verkehren. Der Hintergrund: Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump befinden sich die eng verflochtenen Nachbarstaaten Kanada und USA in einem Handelskonflikt, der zuletzt mit Zöllen und Gegenzöllen eskalierte. Experten sind sich einig, dass beide Länder unter den Auswirkungen des Handelskonflikts leiden, diese aber insgesamt für die wesentlich kleinere Volkswirtschaft Kanada deutlich spürbarer sind. Carney erhält in Kanada übrigens große Unterstützung für seine Reaktion auf Trumps Kurs, den dort viele als erratisch und ungerecht empfinden. Der Premierminister reist diese Woche nach Europa, wo er unter anderem vor dem Europäischen Parlament sprechen soll. Wer es nicht weiß: Die EU ist Kanadas zweitgrößter Handelspartner nach den USA.

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