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Ethercat-basierte Roboter machen Schweißprozesse wirtschaftlicher

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Die Programmierung erfolgt dabei in der Regel im kartesischen Koordinatensystem, wobei die Steuerung die inverse Kinematik für die relevanten Motorpositionen berechnet. Die Auswahl und Konfiguration der Kinematik erfolgt im Twincat System Manager. Dort werden im Kinematikkanal – beispielsweise vom Typ Delta – die Stablängen und Versätze parametriert. Für eine Dynamikvorsteuerung können Massen und Massenträgheiten vorgegeben werden. Mithilfe der Funktionen „Fliegende Säge“ und „Kurvenscheiben“ ist es dem Anwender beispielsweise möglich, auf Förderbänder zu synchronisieren, um Werkstücke dort störungsfrei aufzunehmen oder abzulegen. Die Twincat Kinematic Transformation ist für die Beckhoff-Antriebe der Serie AX 5000 optimiert.

SPS, Motion Control, HMI und Robotik laufen nur auf einer Industrie-PC-CPU

Die Funktionen SPS, Motion Control, HMI und Robotik können dadurch nur auf einer Industrie-PC-CPU laufen. Dem Anwender bringt das deutliche Vorteile:

  • Einsparung einer zusätzlichen CPU für die Robotersteuerung;
  • Reduzierung von Engineeringkosten: Konfiguration, Parametrierung und Diagnose in einem System;
  • Twincat als bekanntes und einheitliches Tool zur Konfiguration, Programmierung und Diagnose;
  • keine Reibungsverluste durch das Zusammenwirken von verschiedenen CPU für SPS, Motion und Robotik;
  • höhere Leistung und Genauigkeit durch direkte Schnittstellen, aufwendige Kommunikation zwischen den CPU entfällt.

Automatisches Werkstückspannen steigert Ausstoß um 30%

Durch die Effizienz des Ethercat-Protokolls lassen sich im Grunde sämtliche Antriebsparameter des ARC-11 RB überwachen, wie sich gezeigt hat. Mit Ethercat kann der Code für kundenspezifische Anwendungen einfacher geschrieben werden, weil alles von einer zentralen Stelle aus parametrierbar ist. Ein Umstand, der sehr bedeutend ist, weil die meisten Aufträge bei ARC Sonderanfertigungen sind.

Ungeachtet der Komplexität der Anwendung beanspruchte die Steuerungskonzeption des neuen ARC-11-RB-Schweißroboters lediglich vier Wochen. Die Konstruktion und Montage war bereits nach drei Wochen abgeschlossen. ARC Specialties erzielt mit der automatischen Werkstückeinspannung im Vergleich zur manuellen Montage eine Steigerung des Produktionsausstoßes von 30%. Lediglich das Be- und Entladen der Werkstücke erfolgt noch von Hand. Außerdem spart Ethercat, aufgrund der einfachen Topologie, beinahe eine Stunde bei der Verdrahtung einer einzelnen Achse ein. Weniger Komponenten und kompakte Bauformen führen außerdem dazu, dass die Abmessungen der Schaltschränke kleiner werden können.

Windows-basierende PC-Steuerung bietet Möglichkeit des Fernzugriffs

Einen weiteren Vorteil sieht ARC in der auf Windows basierenden PC-Steuerung. Denn die Kunden können sich an ihr lokales Netz anschließen und haben die Möglichkeit des Fernzugriffs oder können über Dienstleistungen wie Webex verfügen. Remote Control unterstützt bei der Problemanalyse den Maschinenbediener überall auf der Welt, um einen Anlagenfehler zu finden und diesen durch Änderungen in der Software zu beheben. Das reduziert deutlich die Wartungs- und Instandhaltungskosten.

Durch das Release von Twincat 3 sehen die Texaner noch weiteres Potenzial für die Zusammenarbeit von ARC Specialties und Beckhoff: Der Vorteil liegt in der Integration der Maschinenprogrammierung und der HMI-Visualisierung in Visual Studio als einzig notwendiger Softwareumgebung. Angesichts der Leistungssteigerungen und Preisvorteile, die bisher erreicht wurden, wird ARC nach eigener Aussage in Zukunft weitere Maschinen und Roboter mit Beckhoff-Steuerungen ausrüsten.

* Shane Novacek ist Marketing Communications Manager Nordamerika bei Beckhoff Automation LLC (USA).

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