Souveräneres Europa Große EU-Länder einigen sich in puncto Kapitalmärkte

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Damit die Kapitalmärkte in der EU enger zusammenarbeiten können, haben sich die dominanteren Länder auf eine Position geeinigt ...

Lange Jahre wird über eine engere Zusammenarbeit der Kapitalmärkte in Europa verhandelt. Die sechs größten EU-Volkswirtschaften sind nun einen Schritt weitergekommen, wie es heißt. Doch das bringt auch wieder verstärkte Kontrollen mit sich ...(Bild:  Flaggilus)
Lange Jahre wird über eine engere Zusammenarbeit der Kapitalmärkte in Europa verhandelt. Die sechs größten EU-Volkswirtschaften sind nun einen Schritt weitergekommen, wie es heißt. Doch das bringt auch wieder verstärkte Kontrollen mit sich ...
(Bild: Flaggilus)

Das sich die großen EU-Länder auf eine gemeinsame Position geeinigt haben, damit die Kapitalmärkte näher zusammenrücken können, teilte das Bundesfinanzministerium jetzt mit. Minister Lars Klingbeil (SPD) hatte sich zuvor mit Amtskollegen aus den anderen großen EU-Volkswirtschaften Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien getroffen. Die sechs wirtschaftsstärksten EU-Staaten handeln demnach nun gemeinsam, um Europa souveräner und stärker zu machen. Dass die genannten Volkswirtschaften der EU bereit sind, nationale Egoismen hinter sich zu lassen und zusammen voranzugehen, ist demnach ein wichtiges Signal für die gesamte Europäische Union. Und laut Klingbeil hat man sich auch beim Thema Aufsicht auf weitere Schritte zur europäischen Kapitalmarktunion verständigt.

Europäische Aufsichtsbehörde bekommt mehr Kompetenzen

An der sogenannten Kapitalmarktunion wird allerdings auch schon seit Jahren gearbeitet. Binnenmarktmäßig geht es darum, das Zusammenwachsen der noch zersplitterten europäischen Kapitalmärkte stärker zu forcieren, um mehr private Investitionen zu mobilisieren, wie man erfährt. Ein Reformpaket der EU soll außerdem Kontrollbefugnisse über bedeutende grenzüberschreitend tätige Akteure an die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) übertragen lassen. So soll etwa die Aufsicht über bedeutende Marktinfrastrukturen sowie über bestimmte Handelsplätze schrittweise auf die ESMA übertragen werden. In ihrer derzeitigen Form und Größe würden deutsche Handelsplätze damit aktuell keiner Aufsichtspflicht unterliegen. Die Aufsichtskompetenz für bedeutende Krypto-Dienstleister soll auch schrittweise auf die europäische Aufsichtsbehörde übertragen werden.

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