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Spanset

Fachtagung Schutz textiler Rundschlingen und Hebebänder

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Ein weiterer wichtiger Punkt beim Heben scharfkantiger Lasten ist die Flächenpressung, die die Last auf das Anschlagmittel ausübt. „Eine zu hohe Flächenpressung allein kann schon ausreichen, um das Anschlagmittel zu durchtrennen“, erläutert Jörg Scheilen. Sie ist umso geringer,

  • je breiter die Auflagefläche ist,
  • je größer der Radius des Bauteils ist und
  • je dicker der Schutz zwischen Bauteil und Anschlagmittel ist.

Damit scharfe Kanten ihr Gefahrenpotenzial verlieren, hat man bei SpanSet einen Leitfaden entwickelt, der die zehn wichtigsten Regeln umfasst: Die „10 Gebote für das Heben scharfkantiger Lasten“. Eine Broschüre, ein Poster mit Übersichten und praktischen Tipps, die neue App „Heben-Rechner“ und ein Online-„Produkt-Finder“ ergänzen das SpanSet-Kantenschutzprogramm.

Hebevorführungen mit schweren, scharfkantigen Lasten

Zum Abschluss der Veranstaltung demonstrierten im Außenbereich Spanset-Geschäftsführer Hans-Josef Neunfinger und Jörg Scheilen die Wirksamkeit verschiedener Kantenschutzprodukte. Mit einem Liebherr-Kran des Alsdorfer Unternehmens Franz Plum wurde zunächst eine knapp 6 t schwere Schaufel eines Schaufelradbaggers aus dem Braunkohletagebau Hambach angehoben. Dazu wurde eine Supra-Plus-Rundschlinge in einem No-Cut-Schutzschlauch an einer scharfen Kante mit einem Radius von ungefähr 1 mm sowie ein Hebeband mit Secutex-Schutzschlauch, der als Clipschlauch auf einem Hebeband aufgezogen war, benutzt. „Der No-Cut-Schutzschlauch hat den großen Vorteil, dass er sich flexibel an die Last anlegt“, erläuterte Hans-Josef Neunfinger. Ein verstellbares Bandgehänge ermöglichte das Einstellen der Länge, um die Schaufel im Schwerpunkt zu halten.

Die Widerstandsfähigkeit der verwendeten Schutzmaterialien zeigte sich nach dem Absetzen der Last: Keiner der beiden Schutzschläuche zeigte eine Beschädigung, allenfalls leichte Eindrücke aufgrund der Flächenpressung waren zu sehen. Hans-Josef Neunfinger hob an diesem Beispiel noch einmal hervor, dass die seitliche Bewegung des Anschlagmittels quer zur Last am gefährlichsten ist, weil so Einschnitte auftreten können: „Man muss deshalb immer beachten, dass das Anschlagmittel fest an der Last positioniert ist“.

Bei der zweiten Demonstration wurde ein knapp 7 t wiegendes Getriebegehäuse zum Wenden aufgerichtet. Hier wurden zwei Power-Star-Hebebänder benutzt, um zu verhindern, dass sich das asymmetrische Bauteil beim Anheben wegdreht. Sie wurden mit einem Secutex-secuwave-Schutzschlauch geschützt, der sich eng an der Kante anhakt und es dem Band ermöglicht, im Schutzschlauch zu gleiten.

Als Alternative zeigte man auch die Möglichkeit, das Bauteil mit zwei Rundschlingen im Schnürgang aufzustellen. Die Rundschlingen wurden dabei mit zwei No-Cut sleeves geschützt. Das weiche Gewebe der No-Cut-Schutzschläuche bewahrt bei solchen Einsätzen auch gleichzeitig die empfindlichen Kanten und die Oberfläche des Bauteiles vor Beschädigungen.

Hans-Josef Neunfinger konnte abschließend jedenfalls ein positives Fazit ziehen. Mit Blick auf die Teilnehmer betonte er: „Uns ist wichtig, dass Sie durch das heute neu erlangte oder verstärkte Wissen mehr Routine im Handhaben von Lasten bekommen und die Sensibilität in Bezug auf Kanten geschärft wurde“. Viele Produkte, die bei der Veranstaltung zu sehen waren, sind aus dem Dialog mit den Kunden entstanden und wurden nicht nur vorab im Labor, sondern auch unter Einsatzbedingungen getestet. In Verbindung mit den für die scharfe Kante sensibilisierten Teilnehmern könnten diese „wirklich sicheren Produkte dazu beitragen, die Arbeitssicherheit in den Betrieben noch weiter zu verbessern“.

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