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Finnische Abkantpresse ermöglicht individuelle Gehäusefertigung

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Als im März 1998 die Software erstmals in der Zeitschrift Elektor beworben wurde, war dies der Start für ein bis heute stabiles Kerngeschäft. „Zwei Tage nach dem Erscheinen der Anzeige kam der erste Auftrag“, erzählt Geschäftsführer Kai Schaeffer, der im Unternehmen für die Software zuständig ist. „Ein Student benötigte eine Frontplatte für seine Diplomarbeit und wollte natürlich auch Studentenrabatt.“ Doch bereits der dritte Auftrag kam vom Weltkonzern Nokia. Das Geschäft mit den Frontplatten war angelaufen. Im Sommer 1998 konnten bereits die ersten drei Mitarbeiter eingestellt werden. „Doch wir haben auch sehr schnell festgestellt, was es bedeutet, viele kleine Aufträge zu haben“, blickt Schaeffer zurück. „Aber Termintreue war uns von Anfang an sehr wichtig. Deshalb mussten eine ausgefeilte Logistik und genau aufeinander abgestimmte Produktionsprozesse entwickelt werden.“ Immerhin: Nach einem halben Jahr konnte aufgrund der Auftragsauslastung die Werbung eingestellt werden.

Kunden schätzen individuelles Bestellsystem und Qualität

Noch heute zählen viele Studenten zu den Kunden des Unternehmens, genauso wie Ingenieurbüros, Entwicklungsabteilungen aus der Elektronikbranche und aus anderen Industriezweigen, Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie Heim- und Freizeitelektroniker. Sie alle benötigen eine oder mehrere individuell angefertigte Frontplatten für ein bestimmtes Gehäuse. „Die Durchschnittsbestellung liegt bei 20 Frontplatten. Aber auch bei Stückzahlen von 50 bis 100 rechnet es sich für die Kunden noch“, erklärt Kai Schaeffer.

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Anhand der vom Kunden mit dem Frontplatten-Designer erstellten Datei wird die Frontplatte durch CNC-Frästechnik gefertigt und auf Wunsch mit Tintenstrahldruck im Untereloxal-Druckverfahren bedruckt. Auch die Preisberechnung erfolgt automatisch mit der Software. Innerhalb Europas werden sie dann innerhalb von fünf bis acht Werktagen ausgeliefert, bei Bedarf gibt es auch einen 24-Stunden-Service. Neben den Frontplatten fertigt das Unternehmen Gehäuse, Maschinenteile und Schilder.

Neue Kompetenzfelder erforderten die Erweiterung des Maschinenparks

Derzeit wird auf 13 CNC-Maschinen gefertigt. Weiterhin stehen eine Biegebank und zwei Digitaldruckmaschinen zur Verfügung, mit denen Aluminiumteile bedruckt werden können. Doch eine Frontplatte für ein bestehendes Gehäuse ist letztendlich nur eine halbe Sache. Deshalb ging man in Berlin Schritt für Schritt auch zur Fertigung von Gehäusen über. Ein Projekt, an welchem der Logik folgend derzeit gearbeitet wird, ist der Gehäusedesigner. Diese Angebotserweiterung – vergleichbar mit dem Frontplatten-Designer – ist die Basis für die Fertigung individueller Gehäuse, ausgehend von einer vom Kunden mittels Gehäusedesigner erstellten CAD-Datei.

Dieses neue Geschäftsfeld und die gute Auslastung machten die Anschaffung neuer Technik erforderlich. Seit März gehört daher eine Abkantpresse, die Twincone 1600 der finnischen Firma Coastone Oy, zum Maschinenpark des Unternehmens. Die Anlage ist servoelektrisch angetrieben und mit moderner Linearführungstechnik ausgerüstet. Mithilfe der Kugelrollspindel werden große Kräfte mit höchster Präzision erzielt.

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