So macht man es richtig! Die fünf schlimmsten Fehler bei der Beantragung von Fördermitteln

Quelle: Hentschel Fördermittelberatung 6 min Lesedauer

Wer Geld für Forschungs- und Entwicklungsprojekte braucht und dasselbe erst beantragen muss, um arbeiten zu können, läuft Gefahr, fünf der häufigsten Patzer dabei zu machen ...

Vor allem kleine und mittelständige Unternehmen tun sich bei Fördergeldanträgen nicht leicht, weiß die Hentschel Fördermittelberatung. Sie unterschätzten auch die Modalitäten, die beachtet werden müssten, um eine Genehmigung zu erhalten. Doch hier erfahren Sie, wie das geht ...(Bild:  Stempelbude)
Vor allem kleine und mittelständige Unternehmen tun sich bei Fördergeldanträgen nicht leicht, weiß die Hentschel Fördermittelberatung. Sie unterschätzten auch die Modalitäten, die beachtet werden müssten, um eine Genehmigung zu erhalten. Doch hier erfahren Sie, wie das geht ...
(Bild: Stempelbude)

Fördermittel für Forschung und Entwicklung (F&E) bieten Unternehmen enorme Chancen, sich Vorteile zu verschaffen. Denn das Geld reduziert Entwicklungsrisiken, stärkt die Innovationskraft und schafft dabei finanziellen Spielraum für technologische Fortschritte. Dennoch scheitern laut viele Anträge – oft nicht wegen mangelnder Innovationskraft, sondern aufgrund vermeidbarer Fehler im Antragsprozess, wie die Hentschel Fördermittelberatung aus Unterföhring registriert. Besonders mittelständische Unternehmen unterschätzten dabei die Anforderungen von Förderstellen oder würden zu spät mit der strategischen Vorbereitung beginnen. Deshalb sollte man folgendes Quintett aus den üblichen Fehlern kennen, um es sicher zu umgehen ...

Fehler 1: Das Projekt läuft, das Geld ist aber nicht beantragt

Die Idee ist überzeugend, das Budget freigegeben, die ersten Aufträge sind vergeben – und genau damit ist die Förderchance in der Regel bereits verloren, merken die Experten an. Einer der häufigsten und zugleich teuersten Fehler bestehe also darin, ein Vorhaben zu früh zu starten. Denn bei den meisten Förderprogrammen gilt ein klarer Grundsatz, dass man erst beantragen und dann beginnen soll. Was viele Unternehmen auch nicht wüssten, sei, dass Bereits unterschriebene Verträge, verbindliche Bestellungen oder die Beauftragung externer Dienstleister als offizieller Projektstart gewertet werden können. Das Vorhaben ist dann zwar grundsätzlich förderfähig, doch formalen Gründen gibt es keinen Cent. Besonders tückisch ist, dass die Regelungen je nach Förderprogramm unterschiedlich ausfallen, heißt es weiter. Denn während einige Programme einen Beginn bereits nach Antragstellung auf eigenes Risiko zulassen, darf bei anderen erst nach Erhalt des Bewilligungsbescheids oder einer ausdrücklichen Genehmigung zum vorzeitigen Start losgelegt werden. Wer also Investitions- oder Entwicklungsprojekte frühzeitig plant und Fördermöglichkeiten von Anfang an berücksichtigt, verschafft sich einen entscheidenden finanziellen Vorteil. Denn von der Auswahl des passenden Programms über die Antragstellung bis zur Bewilligung vergehen häufig mehrere Monate. Eine wichtige Ausnahme birgt nur die Forschungszulage. Denn anders als klassische Förderprogramme kann sie auch rückwirkend beantragt werden. Man kann dann förderfähige Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bis zu vier Jahre später steuerlich geltend machen. Es fließen dabei übrigens pro Jahr und Unternehmen maximal 12 Millionen Euro an Fördergeldern.

Fehler 2: Das Projektthema ist top, aber der Antrag miserabel

Viele Förderanträge scheitern außerdem nicht an der Qualität des Projekts, sondern daran, dass die eigentliche Innovation nicht klar erkennbar wird, so die Unterföhringer Experten. Unternehmen beschreiben ihr Vorhaben nämlich oft so, als wenn es sich um einen Werbetext aus dem Vertrieb handelt. Sie präsentieren zwar die Vorteile der Innovation, erläutern aber nicht ausreichend, worin die Neuerung tatsächlich besteht. Für Fördergelder sei jedoch nicht entscheidend, wie attraktiv das Endergebnis sei, sondern welcher technische Fortschritt erreicht werden soll und welche Herausforderungen gemeister werden müssten. Förderstellen erwarten deshalb eine nachvollziehbare Darstellung der technischen Ausgangssituation, der Entwicklungsziele und der geplanten Innovation. Besonders wichtig seien dabei die technischen Unsicherheiten, denn F&E beginne dort, wo nicht eindeutig feststehe, ob und wie ein technisches Ziel erreicht werden könne. Genau diese Risiken und offenen Fragen belegen aber den Innovations- und Forschungscharakter eines Projekts. Fehlen also die technische Tiefe, konkrete Entwicklungsinhalte oder eine klare Beschreibung der Innovationshöhe, wirkt selbst ein vielversprechendes Vorhaben schnell wie eine reine Produktweiterentwicklung, womit die Förderung geplatzt ist. Diese zentralen Fragen sollten deshalb in jedem Antrag beantwortet werden: Was ist technologisch neu, warum reichen bestehende Systeme nicht aus, welche Erkenntnisse sollen im Projekt erstmals gewonnen werden und welche technischen Risiken können das Projekt zum Scheitern bringen?

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