Auch das noch! Ford büßt durch Brand in Aluminiumwerk weitere Milliarden ein

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Bei Novelis, einem Aluminiumlieferanten für Ford hatte es im September einen Brand in einem Werk im Bundesstaat New York gegeben. Das geht wohl jetzt richtig ins Geld ...

Lieferlücke droht! Der Truck F-150 von Ford ist in den USA sehr beliebt. Viele ehemalige Komponenten hat man durch Aluminium ersetzt. Doch es gab einen Brand bei Novelis, dem Zulieferer für das Leichtmetall. Das geht, zusammen mit anderen Problemen, jetzt richtig ins Geld ...(Bild:  Ford)
Lieferlücke droht! Der Truck F-150 von Ford ist in den USA sehr beliebt. Viele ehemalige Komponenten hat man durch Aluminium ersetzt. Doch es gab einen Brand bei Novelis, dem Zulieferer für das Leichtmetall. Das geht, zusammen mit anderen Problemen, jetzt richtig ins Geld ...
(Bild: Ford)

Zu den geschäftlichen Problemen durch die Importzölle de Trump-Regierung kommen auf den US-Autoriesen Ford nach dem Brand beim Aluminiumhersteller Novalis nun weiter Belastungen zu, wie es heißt. Es treffe vor allem den Bau des Trucks F-150, der über Monate ausgebremst sei. Durch die Lieferengpässe muss man wohl 1,5 bis zwei Milliarden Dollar berappen, teilte Ford bei der Vorlage von Quartalszahlen mit. Dafür soll 2026 aber die Produktion der in den USA populären Pick-ups der F-Serie um 50.000 Fahrzeuge erhöht werden. Trumps aggressive Handelspolitik mit neuen Importzöllen drückte übrigens im vergangenen Quartal das Ford-Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 700 Millionen Dollar (etwa 603 Millionen Euro) nach unten. Trotz dieser Belastung übertraf Ford aber die Markterwartungen deutlich.

Zollabsenkung halbiert Abgabebelastungen für Ford

Der Umsatz stieg bei Ford, wie es weiter heißt, um neun Prozent (auf 50,5 Milliarden Dollar). Bei den Erlösen in der Autosparte hatten Analysten im Schnitt mit gut 43 Milliarden Dollar gerechnet, doch der Konzern konnte 47,2 Milliarden erreichen. Der Quartalsgewinn sprang von 900 Millionen Dollar (2024) auf jetzt satte 2,4 Milliarden Dollar. Weil die US-Regierung die Importzölle für in den USA produzierende Hersteller drosselte, rechne Ford für dieses Jahr „nur“ noch mit einer Belastung von rund einer Milliarde Dollar durch die Abgaben. Zuvor lag die Prognose bei zwei Milliarden Dollar.

Bei den Elektroautos schreibt Ford aber rote Zahlen

Der Konzern verliert aber weiterhin viel Geld, was am schwächelnden Geschäft mit Elektroautos liegt, wie man erfährt. Im vergangenen Quartal musste in der Sparte deshalb ein operativer Verlust von 1,4 Milliarden Dollar verkraftet werden. Aber mit den Modellen, die einen Verbrennungsmotor haben, verdiente Ford zum Ausgleich 1,54 Milliarden Dollar. Und mit Nutzfahrzeugen sogar knapp zwei Milliarden. Was die Belieferung mit dem Leichtmetall Aluminium betreffe, so arbeite Ford nun mit Novelis und anderen Partnern daran, die Versorgungslücke nach Möglichkeit rasch zu schließen. Der Autobauer hatte nicht zuletzt in vielen seiner großen Fahrzeugtypen das schwere Stahl durch Aluminium ersetzt, um das Gewicht und damit den Spritverbrauch zu reduzieren.

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