Fraunhofer IAO Geld verdienen im Maschinenbau mit Dienstleistungen
Dienstleistungen spielen eine immer wichtigere Rolle in den Wertschöpfungsprozessen produzierender Unternehmen. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer IAO untersucht die wirtschaftliche Bedeutung und das Potenzial von Dienstleistungen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau.
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Der Maschinen- und Anlagenbau gilt, neben der Automobilindustrie, als Speerspitze der industriellen Wertschöpfung in Deutschland. Nachdem die Branche ihre gute wirtschaftliche Position lange Zeit vor allem über einen gesteigerten Export sichern und ausbauen konnte, drohen nun im Zuge einer nachlassenden Branchendynamik empfindliche Einbußen.
Eine Möglichkeit dieser Krise zu begegnen und den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, ist eine stärkere Dienstleistungs-Orientierung. Die Vorteile einer Verzahnung von Produktion und Dienstleistung liegen auf der Hand: Dienstleistungen sind oftmals profitabler als das Produktgeschäft, sie ermöglichen eine bessere Preis- und Produktdifferenzierung und dienen darüber hinaus der Kundenbindung. Der enge Kontakt zum Kunden führt letztlich auch dazu, Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und in Produktinnovationen umzusetzen.
Mit Services Kundenproduktivität und Anlagenverfügbarkeit steigern
Die aktuelle Studie „Dienen und mehr verdienen?! – Hybride Wertschöpfung im Maschinen- und Anlagenbau“ des Fraunhofer IAO in Stuttgart untersucht das Potenzial dienstleistungsbezogener Wertschöpfungsformen. Dabei zeigt sich, dass die größten Potenziale bei Leistungen zur Steigerung der Kundenproduktivität und zur Sicherstellung der Verfügbarkeit gesehen werden.
Darüber hinaus wird geprüft, ob Dienstleistungen tatsächlich zu einem gesteigerten wirtschaftlichen Erfolg beitragen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass vor allem solche Unternehmen erfolgreicher sind als der Wettbewerb, die ihre organisatorischen Rahmenbedingungen auf die Integration von Produktion und Dienstleistung abstimmen.
Die Studie entstand im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts Serv.biz (Business Transformation für hybride Wertschöpfungsnetzwerke).
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