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Die Werkzeuge, die dort benötigt werden, stammen meist aus dem eigenen Werkzeugbau, der ebenfalls einen hochmodernen Eindruck hinterlässt. Als Werkzeuge kommen sowohl Einzelwerkzeuge wie auch Folgeverbundwerkzeuge zum Einsatz. „Um die Produktion der dünnen Blechteile beziehungsweise Folienteile wirtschaftlich aufrecht zu erhalten“, so Martin, „verfügen wir natürlich über eine ausgefeilte Prozesskette.“ Dies braucht so ein Unternehmen auch, weil es sich dabei doch um wechselnde Teile mit ebenso wechselnden Stückzahlen in Losgrößen von eins bis mehreren Tausend handelt.
Rund 120 t Material werden pro Jahr verarbeitet
Die kleineren Zwischenlagen beziehungsweise Laminate werden immer als ein Teil ausgestanzt, während größere Abmessungen – da sind auch mal Meterabmessungen dabei, die in großen Absperrschiebern zur Anwendung kommen – aus einer Anzahl von Segmenten gefertigt werden. Rund 120 t Material werden dafür pro Jahr verarbeitet. Um den Maschinenpark optimal auslasten zu können, müssen die Anlagen täglich und im Durchschnitt mindestens drei bis vier Mal umgerüstet werden.
Insbesondere kommt es bei der Fertigung der Ausgleichselemente auf eine saubere Stanzung an. Denn für die dünnen Bleche beziehungsweise Folien besteht die Anforderung nach absoluter Gratfreiheit. Wie dies bei Martin erreicht wird, bleibt wohl für immer ein Firmengeheimnis. Aber in der Tat fallen die Teile mit gratfreien und angenehm anzufassenden, abgerundeten Kanten aus der Stanzpresse. „Jedes Teil muss diesen Standard bieten“, sagt Christoph Martin, „weil eine Nacharbeit an diesen dünnen Materialien nicht möglich ist.“
Martin hält etwa 1500 Werkzeuge am Lager
Dafür ist der Werkzeugbau besonders gefordert. Insgesamt hält Martin etwa 1500 Werkzeuge am Lager, die entweder für ein bestimmtes Produkt für Dauerkunden gebaut oder entsprechend modifiziert wurden. Im Fertigungsprozess selbst wird permanent sichergestellt, dass die Werkzeuge zu den entsprechenden Bestellungen passen und im Ernstfall sofort einsatzbereit sind. Dafür ist jedes Werkzeug mit einem Stanzmuster aus dem letzten Los versehen, das nachweist, dass das Werkzeug in Ordnung ist.
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