Stanzen/Umformen

Hochpräzise Stanz- und Umformteile sowie Systeme als Nische entdeckt

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Das Besondere an der Fertigungstechnik ist derzeit wohl eine erst wenige Monate alte Omera-Exzenterpresse mit 400 t Presskraft (darüber hinaus wurde auch eine zweite, 200-t-Exzenterpresse installiert), die zusammen mit einer von der Millutensil s. r. l. gelieferten Peripherie für die Materialzufuhr und den Teiletransport in kompakter Bauweise installiert wurde.

Stanzteile-Spezialist nimmt für neue Pressenanlage GMS als Dienstleister in Anspruch

Für das Engineering zur Planung und Aufstellung dieser Anlage nahm PMS die Dienstleistungen des in Haiger ortsansässigen Blechbearbeitungsexperten GMS Gesellschaft mbH beziehungsweise das Wissen und die Erfahrung von Werner Gräbener, geschäftsführender Gesellschafter der GMS, in Anspruch. „Zu ihm hatten wir schon längeren Kontakt und kannten von verschiedenen Serviceleistungen her seine Zuverlässigkeit und seine Fähigkeiten. Jetzt, da wir vor der Entscheidung für eine neue Pressenlinie standen, haben wir auf die uns bekannte gute Zusammenarbeit zurückgegriffen“, sagt Hepp. Gräbener und seine Mannschaft wurden denn auch anhand eines Anforderungskataloges von PMS mit der Konzeption und dem Engineering der Anlage beauftragt.

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Herausgekommen ist die bereits genannte Omera-Exzenterpresse 400 R1M2S8-A mit 400 t Presskraft. Diese ist mit zwei Pleueln ausgestattet, weist ein Arbeitsvermögen von 28.000 Nm und eine Antriebsleistung von 73 kW auf. Auffällig ist vor allem die groß dimensionierte Tischfläche von 2500 mm × 1250 mm. „Die benötigen wir“, sagt Andreas Weil, technischer Leiter bei PMS, „um mit unseren Folgeverbundwerkzeugen arbeiten zu können. Denn viele unserer Teile werden in mehreren Operationen gestanzt, umgeformt, beschnitten und fallen einbaufertig aus der Presse.“

Millutensil-Bandanlage sorgt für kurze Bauform der Presse

Verarbeitet werden Bleche mit Dicken bis zu 6 mm. Das Bandmaterial, das bis zu 600 mm breit sein kann, wird von einem Coil abgewickelt. Die Bandanlage wurde vom italienischen Blechbearbeitungsmaschinen-Hersteller Millutensil aus Mailand beigestellt. Diese ist entscheidend für die kurze Bauform der gesamten Pressenanlage. Von einem feststehenden Coilladestuhl werden die 5000 kg schweren Coils auf den angetriebenen Haspel geladen, der das Coil an der Innenseite durch eine hydraulische Haspeldornspreizung aufnimmt. Dabei kann der Innendurchmesser zwischen 470 und 630 mm, der Coilaußendurchmesser bei 1600 mm liegen.

„Das Entscheidende“, so Weil, „ist, dass wir mit der Presse ein hohes Arbeitsvermögen bei recht hohen Hubzahlen von etwa 100 Hüben pro Minute erzielen. Deshalb wurde die Omera-Presse in einigen Features auch speziell für uns modifiziert.“

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