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Andererseits können die Fehler auch beim Kunden selbst auftreten. So kann beispielsweise ein Positionierfehler vorliegen. Die Spindel ist nicht exakt justiert, das Werkzeug steht nicht senkrecht auf dem Bauteil oder die Vorbearbeitung wurde nicht gewissenhaft genug durchgeführt, was schließlich zum Versagen des Gewindewerkzeuges führen kann.
Werkzeughersteller müssen Know-how und Erfahrung vorweisen können
Deshalb ist es so wichtig, dass sich Kunden anerkannte und bewährte Hersteller suchen. Der Hersteller hat „dadurch, dass er einen guten Namen hat, das entsprechende Know-how“, weiß Dipl.-Ing. Martin Bieber, Geschäftsführer der Ernst Reime Vertriebs GmbH. „Er kann auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken und dementsprechend Empfehlungen geben. Es ist wichtig für den Kunden, dass er eine konstante Qualität der Werkzeuge bekommt.“
Somit sind praktisch alle anerkannten Werkzeughersteller ISO-9000-zertifiziert. ISO 9000 bezieht sich zwar auf die Herstellabläufe und nicht auf die Qualität der Werkzeuge als solche, doch gerade der Nachweis eines gleichmäßigen Qualitätsmanagements sichert dem Kunden eine gleichbleibende Qualität der Produkte zu.
Wenn sich der Kunde einen Werkzeughersteller ausgesucht hat, legt er ihm sein Bearbeitungsproblem vor und lässt sich beraten. Dazu sollte er direkt zum Hersteller fahren und gemeinsam mit dem Anwendungstechniker das Werkzeug an der Werkzeugmaschine testen.
Werkzeuganbieter muss auch beraten können
Dort zeigt sich sehr schnell die Beratungsqualität des Anbieters, dessen Ziel es sein muss, das Werkzeug zu finden, das so preiswert und schnell wie möglich die Aufgaben des Kunden erfüllt. „Kunden kommen mit ihren Materialien und Anwendungen zu uns oder wir zu ihnen“, fasst Mathias Pfitzenmeier das Angebot zusammen. „Wir besprechen, welche Einsatzparameter beim Kunden vorliegen, und aufgrund dieser Kombination, Anwendung, Einsatzstelle, Werkzeugmaschine, schlagen wir dann für den Kunden die beste Lösung vor.“
Leistungsfähige Hersteller haben ein Produktspektrum, das weit über 100000 Artikel umfasst, denn es gibt über 5000 Stähle und dazu eine Vielzahl von Beschichtungen und für jeden Stahl ist ein spezielles Werkzeug nötig. Der Werkzeughersteller hat idealerweise einen weltweiten Kundenservice. Selbst die Fertigung völlig neuer Gewindewerkzeuge, um ein bestimmtes Bauteil bearbeiten zu können, ist nicht ungewöhnlich.
Werkzeugfabrikanten über neue Werkstoffe schnell informiert
Dazu arbeiten die Hersteller mit Beschichtern zusammen oder haben eigene Beschichtungszentren, in denen sie Versuche an den Materialien durchführen. Auch arbeiten die Werkzeughersteller sehr eng mit den Stahllieferanten und den Hartmetallherstellern zusammen. Deshalb können sie, wenn neue Werkstoffe auf den Markt kommen, sofort reagieren.
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