Robotik

Intelligente Roboter automatisieren den Biegeprozess

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Der Zellenrechner schickt diese Daten weiter an das Hochregallager, welches über ein Lagerverwaltungsprogramm gesteuert wird. Von dort aus kommen die entsprechenden Blechplatinen. Sobald die Palette vom Hochregal ausgelagert wird, bekommt der Zellenrechner Informationen darüber, wie hoch der Stapel mit dem zu verarbeitenden Material ist. Der erste Roboter ist nun dafür zuständig, die Maschine mit dem zu biegenden Blech zu bestücken.

Der Roboter nimmt die zu verarbeitenden Bleche von einem der Stapel. Er kann dabei auf bis zu vier verschiedene Stapel zugreifen, die in unterschiedlichen Positionen liegen und noch dazu unterschiedliche Höhen haben können. Der Roboter setzt auf der Platine auf und schält sie mittels eines Vorsaugers ab, um sie zu vereinzeln.

Scannerplatz schafft Vorpuffer für die einzelnen Aufträge

Dann wiegt er sie, um nochmals sicher zu gehen, dass er nur eine Platine gegriffen hat. Bevor das Blech in das Biegezentrum gelangt dreht der Roboter es, um den Stanzgrad ins Innere des Biegeteils sowie die Farbe auf die richtige Seite zu bringen. Zu diesem Zweck dreht er die ganze Hand, so dass die Platine nun wie auf einem Tisch oben aufliegt. Damit die Sauger am Greifer nicht beschädigt werden, senkt er die Saugnäpfe ab, während Greiferzangen die Platine in das Biegezentrum ziehen.

Während das zu bearbeitende Blech seinen Weg durch das Biegezentrum genommen hat, ist die Palette für die Fertigteile auf den Platz vor dem Entsorgungsroboter gerückt. „Der Scannerplatz wurde absichtlich vorgelagert“, erklärt Wolfgang Kutschker, Entwicklungsleiter bei RAS. „Dadurch schaffen wir einen Vorpuffer für die einzelnen Aufträge. Das heißt, während der zweite Roboter eine Palette belädt gibt der Cell-Control-Rechner schon die Informationen für die Folgeaufträge an das Lagerverwaltungssystem weiter.“

Biegprogramm „kommandiert“ Roboter Nr. 2

Verlassen die Biegeteile die Maschine, so können sie zwei Wege gehen: Entweder sie landen auf einem Puffertisch, der für Eilaufträge in die Anlage eingebaut wurde. Dies ist aber eher die Ausnahme. In der Regel bekommt der Roboter über das CNC-Programm mitgeteilt, dass er die Teile auf die Palette stapeln soll, die gerade den Auftrag über den Rechner an das Hochregallager gegeben hat und nun darauf wartet mit der entsprechenden Bestellung beladen zu werden.

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