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Robotik

Intelligente Roboter automatisieren den Biegeprozess

| Autor/ Redakteur: Katrin Stuber / Rüdiger Kroh

Mit zwei Kuka-Robotern sorgt RAS bei seinem Multibend-Biegezentrum für einen automatisierten Ablauf. Während der eine Roboter das Zentrum mit Platinen belädt, entsorgt ein weiterer die fertigen Biegeteile. Dabei kommunizieren die Roboter mit dem Zellenrechner der Maschine und ermöglichen so die Automatisierung vom Hochregallager über den Biegeprozess bis hin zum Abstapeln auf die Palette.

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Auf beiden Seiten des Biegezentrums sorgen Kuka-Roboter für das automatische Be- und Entladen. Bilder: Kuka
Auf beiden Seiten des Biegezentrums sorgen Kuka-Roboter für das automatische Be- und Entladen. Bilder: Kuka
( Archiv: Vogel Business Media )

Multibend-Center heißt das Biegezentrum von RAS Reinhardt Maschinenbau für die flexible Blechbearbeitung. Be- und Entladen wird das Biegesystem von zwei Kuka-Robotern. Dabei kommunizieren die mit Eigenintelligenz ausgestatteten Roboter mit dem Cell-Controll-Rechner und dem CNC-Programm der Maschine und ermöglichen so die Automatisierung vom Hochregallager über den Biegeprozess bis hin zum Entladen der fertigen Teile auf die Palette.

Mit der Roboteranlage reagiert RAS auf die Anforderung des Marktes nach weiterer Automatisierung in Biegeprozessen. Im Biegezentrum wird das kratzfrei arbeitende Schwenkbiegeverfahren eingesetzt, bei dem das Blech auf der Arbeitsebene liegen bleibt und von Manipulatoren in der Maschine bewegt wird.

Roboter mit Eigenintelligenz ausgestattet

Ein Kuka-Roboter belädt das Zentrum mit Platinen, ein weiterer entsorgt die fertigen Biegeteile. Beide werden nicht geteacht, sondern sind mit Eigenintelligenz ausgestattet. „Für den Anwender bedeutet dies einfache Bedienbarkeit und Zeitersparnis, weil die Programmierung wegfällt“, erklärt RAS-Geschäftsführer Willy Stahl. Die Anlage ist direkt mit dem Hochregallager vernetzt.

Die Fertigteilpalette ist mit einem Matrixcode versehen, der die gestanzten Bleche im Hochregal anfordert. Der erste Roboter, ein KR 150-2, nimmt die Platinen von einem der Blechstapel auf der Regalpalette auf, wendet sie und führt das Blech dem Multibend-Center zu. Nach dem Biegeprozess entnimmt der zweite Roboter die Boxen und Paneele und stapelt sie auf die wartende Fertigteilpalette. Die Roboter kommunizieren über den Zellenrechner mit der CNC-Maschine und dem Zentralrechner. Die zu verarbeitenden Bleche kommen direkt aus dem Hochregallager.

Dort werden sie von dem Lagerverwaltungssystem zusammengestellt und zwar nach der Bestellung der leeren Palette. Diese wurde zuvor von einem Gabelstapler auf ein Förderband gestellt und fährt an einem Scannerplatz vorbei. Der Scanner liest einen 3D-Matrix-Code mit dem die Palette versehen ist. Das System weiß auf diese Weise, welches Produkt auf die Palette soll. Die Informationen gelangen in den Zellenrechner. Sie beinhalten Artikelnummer, Stückzahl und aktuelle Palettengröße.

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