Umformwerkzeug-Wechselsysteme

Intelligente Werkzeugwechselsysteme sparen Zeit und Kosten

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Ohne Kraftaufwand durch den Maschinenbediener wird das Werkzeug besonders gleichmäßig fixiert, was die Prozesssicherheit und die Fertigungsqualität fördert. Die Kräfte hydraulischer Spannsysteme lassen sich außerdem überwachen, der Rüstvorgang zudem automatisieren. Noch schneller geht es mit elektro-permanentmagnetischen Spannplatten, die Werkzeuge in 2 bis 3 s fest und sicher positionieren und spannen.

Spannsysteme lassen sich modifizieren und leicht installieren

Die meisten Spannsysteme lassen sich sehr einfach installieren und sind für viele Werkzeugformen geeignet. Doch gibt es für bestimmte Anwendungen Präferenzen: Hohlkolbenzylinder kommen bei Werkzeugen mit Spannschlitzen zum Einsatz und mit Einschubspannelementen werden Formen mit Grundplatte oder passendem Spannrand gespannt.

Bei massiven Werkzeugen oder bei geringem Einbauraum sind Keilspannelemente die beste Wahl, die Formen mit Kräften bis zu 1250 kN je Spannstelle halten können und selbst bei Schmiedepressen oder Gondeln von Windkraftanlagen zum Einsatz kommen. Magnetspannplatten sind vorzuziehen, wenn viele unterschiedlich dimensionierte Werkzeuge im Einsatz sind, die dann ohne Standardisierung der Spannrandhöhen und Werkzeuggrundplatten weiterverwendet werden können.

Werkzeug-Zuführungen können Rüstzeiten ebenfalls verkürzen

Mit der Auswahl der richtigen Spannsysteme erschöpfen sich die Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung beim Rüsten von Maschinen aber nicht. Denn bereits beim Zuführen der Werkzeuge lassen sich Zeiten verkürzen und Arbeiten vereinfachen.

Große Lösungen sind ein Wechselwagen oder eine Werkzeug-Wechselstation. Bei der Wechselstation werden die Werkzeuge mit einem Kran auf angetriebene Standardkonsolen abgelegt, die an der Wechselseite einer Presse oder Stanze montiert sind. Mit Hilfe eines Antriebssystems werden die Werkzeuge anschließend per Knopfdruck automatisch eingefahren, positioniert und später wieder ausgefahren.

Die Tragkonsolen, die es auch ohne automatische Zuführung gibt, sind bei beengten Platzverhältnissen schwenkbar und bei besonders massiven oder großen Gewichten mit zusätzlichen Stützfüßen erhältlich. Auf den Tragkonsolen und in der Presse sind Rollenleisten angebracht, über die die Werkzeuge in die Presse gleiten.

Bereits mit einfachen Spannelementen Rüstzeiten minimieren

Schon einfache Elemente aus der Werkzeug-Wechseltechnik vereinfachen und beschleunigen die Rüstarbeiten: Rollen- und Kugelleisten sind auf nahezu jedem Pressentisch nachrüstbar und erleichtern das Bewegen der Werkzeuge. Es gibt sie mit Federn oder hydraulisch anhebend, mit flexiblem, frei wählbarem Rollen- und Kugelabstand und für leichte bis hohe Traglasten. Spezielle Varianten sind selbst für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie, in Reinräumen und im Hochtemperaturbereich bis 240 °C geeignet.

(ID:359053)