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Oft werden hohe Anschaffungskosten als Hindernis für die Anschaffung von Werkzeug-Spann- und -Wechselsystemen genannt. Dieser Einwand ist jedoch in vielen Fällen nicht stichhaltig. Schon eine einfache Überschlagskalkulation zeigt: Werkzeug-Wechselsysteme amortisieren sich in den meisten Fällen bereits nach kurzer Zeit.
Werkzeug-Spann- und -Wechselsysteme können sich rasch amortisieren
Ein Beispiel: In einem zweischichtigen Betrieb mit angenommenen 250 Arbeitstagen im Jahr und einem einmaligen Werkzeugwechsel pro Schicht beträgt die Anzahl der jährlichen Rüstvorgänge 500. Bei einer Rüstzeit pro Werkzeugwechsel mit manuellen Spannschrauben von 25 bis 30 min und unter Berücksichtigung des entsprechenden Maschinenstundensatzes ergeben sich schnell Rüstkosten von 4000 bis 5000 Euro pro Monat. Die hieraus ermittelten Kosten für den Werkzeugwechsel belaufen sich auf jährlich gut 60000 Euro.
Beim Einsatz von hydraulischen Schnellspannsystemen wie beispielsweise Hohlkolbenzylindern, Spannleisten und Hydraulikaggregat beträgt die Investitionssumme 8000 bis 12000 Euro. Addiert mit den ebenfalls anfallenden, aber wesentlich geringeren jährlichen Rüstkosten von rund 15000 EUR ergibt sich ein Gesamtbetrag von etwa 27000 Euro.
Investition in Schnellspannsystem im ersten Jahr amortisiert
Das Fazit: Die Investition in Schnellspannsysteme amortisiert sich für den Beispielbetrieb schon im ersten Jahr nach wenigen Monaten. Hinzuzurechnen ist noch der Ertrag, den die verlängerten Produktionszeiten bringen, denn der schnelle Werkzeugwechsel erfolgt in jeweils 6 min.
Hierdurch verkürzen sich die Rüstzeiten pro Tag um jeweils eine gute halbe Stunde. Das ergibt bei 250 Arbeitstagen eine um 125 Stunden verlängerte Maschinenlaufzeit, die für zusätzliche Aufträge nutzbar ist.
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