Umformtechnik

Kaltmassivumformer wollen weg von der ausschließlichen Automobilorientierung

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Es ist eine Vielzahl von negativen Einflüssen, durch die die Automobilzulieferer gebeutelt sind. Denn zu den Umsatzeinbrüchen kommt hinzu, dass damit auch die Gespräche mit den Banken ihre Konsequenzen haben werden. Zudem sind viele Investitionsprojekte erst einmal auf Eis gelegt und für die verbleibenden Lieferkontingente wird der ewige Preisdruck weiter auf der Tagesordnung stehen.

Dass das vergangene Jahr dennoch ohne größere Blessuren bei der Zahl der Kaltfließpressereien abgegangen ist, das führt Herlan auf die hervorragende Eigenkapitalausstattung und die mittelständische Struktur zurück. Dennoch ist bei vielen Unternehmen eine Verschlankung und Restrukturierung und damit eine Kostensenkung unvermeidlich gewesen.

Strukturen in der Zulieferindustrie werden sich verändern

Vor den Tatsachen, dass sich die westeuropäischen und nordamerikanischen Automobilindustrien weiter abschwächen, werden sich auch die Strukturen der Zulieferindustrie weiter verändern. „Märkte springen kürzer und nicht mehr so nachhaltig an. Wachstum wird spontaner und die Wachstumsphasen werden ebenfalls kürzer und gestalten sich über die Produkte regional unterschiedlich“, sagt Herlan. Damit einhergehend werden Kosten- und Wettbewerbsdruck weiter zunehmen.

Vor diesem Hintergrund ist eine krasse Umorientierung der Kaltfließpresser unumgänglich. Allem voran ist die Suche nach neuen Absatzmärkten und -branchen außerhalb der Automobilindustrie das wichtigste Instrument. „Wir müssen weg von der ausschließlichen Automobilindustrie!“, sagt Herlan und verweist dabei auf die alternativen Branchen, in denen es sich zu etablieren gilt. Da wären die Energie, Energieumwandlung und regenerative Energien, die Rohstoffgewinnung, Aufbereitung und die Grundstoffindustrie, die Luft- und Raumfahrt, die Agrar- und Forstwirtschaft, die Medizintechnik sowie die weiter boomende Freizeitindustrie zu nennen.

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