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Technischer Thesaurus vereinheitlicht die Benennung von Störfällen
Zusätzlich wird ein technischer Thesaurus erstellt, damit Benennungen der Störfälle vereinheitlicht und eventuelle Redundanzen vermieden werden; dieser ist ebenfalls Bestandteil der Datenbasis.
Mit der Entscheidungslogik werden Störfälle mit dazugehörigen möglichen Abhilfemaßnahmen verbunden: Die Nutzung des Systems beginnt mit dem Auftreten eines Störfalls, der daraufhin von einem Werker über eine Benutzeroberfläche eingegeben wird (Bild 1). Die Verbindung zwischen Störfall und entsprechender Handlungsanweisung zur Abhilfe erfolgt über weitere Abfragen und Systementscheidungen. Dies soll mit Hilfe des Adaptiven Interaktiven Entscheidungs-Graphen (AIEG, Bild 1) geschehen.
Benutzerfreundliche Schnittstellen tragen zur Effizienz bei
Für die technische Umsetzung sind besonders die Schnittstellen zwischen dem Softwaresystem und den Anwendern (Werker und Super-User) zu beachten: Benutzerfreundliche Bildschirmoberflächen und intuitive Eingabemöglichkeiten sollen den Werker mit wenigen Klicks schnell zu einem Ergebnis führen. Dadurch sollen Hemmungen bezüglich der Nutzung gering gehalten beziehungsweise eliminiert werden, um das Ziel der schnellen Wiederinbetriebnahme der Anlage zu unterstützen.
Für den Super-User muss vor allem eine Benutzerschnittstelle entwickelt werden, mit deren Hilfe ein Entscheidungs-Graph erzeugt und editiert werden kann. Folgende Anforderungen an die zugehörige grafische Sprache müssen hierbei erfüllt werden:
- Sie garantiert die Konsistenz des Systems durch ihren abgeschlossenen Umfang auch in der späteren Anwendung.
- Die Möglichkeit, die einzelnen Elemente der Sprache mit unterschiedlichem Inhalt und Auswertungsmöglichkeiten (Merkmalen, zum Beispiel unterschiedlichen Arten der Verzweigung des Graphen) zu versehen, garantiert die notwendige Offenheit, um das System an neue Situationen (Auftreten noch unbekannter Störeinflüsse) anzupassen.
- Zudem wird die Möglichkeit gegeben, unterschiedliche Anlagen zu betrachten und eine Erweiterung auf mehrere Anlagen vorzunehmen.
Kennzahlensystem misst Effektivität der Anlage und Komponenten zur Blechumformung
Mit dem Kennzahlensystem, das in die Entscheidungslogik eingebettet wird, sind die Effektivität der gesamten Blechumformungsanlage sowie einzelner Komponenten zu bemessen und Störeinflüsse und Abhilfemaßnahmen zu bewerten: Damit kann eine Validierung dieser Maßnahmen hinsichtlich ihrer Effektivität zur Störeinflussbehebung vorgenommen werden.
Mit Hilfe der ausgewerteten Störeinflüsse und bewerteten Abhilfemaßnahmen kann der schnellste und effektivste Weg zur Beseitigung eines Störfalls identifiziert werden. Ist die Wahrscheinlichkeit (nach statistischer Auswertung mit Hilfe des Kennzahlensystems) einer Ursache ausreichend groß, kann unter Nutzung verkürzter Abfragedialoge die entsprechende Maßnahme schneller ausgegeben werden (Bild 1).
Allgemeine Definitionen im Kennzahlensystem machen Anlagen zur Blechumformung vergleichbar
Im Rahmen der Erstellung des Kennzahlensystems werden die einzelnen Funktionen, Prozesse sowie die ihnen zugeordneten Prozesszeiten der Anlage allgemeingültig definiert, damit eine Vergleichbarkeit von Anlagen und auch Werken stattfinden kann.
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