Composites fügen

Kleben und Schrauben kombiniert

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Worin unterscheidet sich diese Technologie zum bisherigen Bolzenkleben?

Der Hauptunterschied und gleichzeitig der größte Vorteil von Onsert im Vergleich anderen Verfahren ist seine Geschwindigkeit. Wir reden hier ja von einer automatisierten, effizienten Produktion, mit der große Stückzahlen erreicht werden sollen. In der Linie kann man nicht Minuten oder gar Stunden warten, bis der Klebstoff ausgehärtet ist. Es hängt von dem zu verklebenden Material und dem dafür eingesetzten Klebstoff ab, aber bei der Produktion des i3 und i8 erreicht BMW Taktzeiten von gerade einmal vier Sekunden, und danach ist das Gewinde sofort belastbar.

Welche Materialien lassen sich mit der Onsert-Technologie fügen?

Mit Ausnahme extrem schwer verklebbarer Materialien wie Teflon, die extra konzipiert sind, dass nichts daran haftet, funktioniert das Kleben prinzipiell mit allen Materialien, und das auch in Multimaterialbauweisen. So lassen sich Faserverbundwerkstoffe genauso wie dünne, hochfeste Metalllegierungen oder klassische Kunststoffe fügen. Die Onsert-Technologie ist prinzipiell widerstandsfähig, wie bestandene VDA-Klimatests oder Einlagerungen in Hydraulikflüssigkeit gezeigt haben. Aber natürlich hat auch sie Grenzen, die von den verwendeten Werkstoffen, den Belastungen und den Umgebungsbedingungen abhängen und im Einzelfall bestimmt werden müssen.

In welchen Branchen wird die Fügetechnologie eingesetzt?

Bislang kommt sie vor allem in der Automobilindustrie zum Einsatz. Aber auch im Bereich der Weißen Ware haben wir zahlreiche Anfragen und die ersten Projekte laufen. Perspektivisch sind die Onserts auch für den Flugzeugbau sehr interessant, schließlich ist Leichtbau dort schon immer ein Thema. Aufgrund der langen Produktlebenszyklen stehen wir dort allerdings noch am Anfang. Darüber hinaus erwarten wir, dass es auch Unternehmen aus anderen Branchen geben wird, die ganz spezielle Anforderungen haben und in Onsert eine Lösung sehen.

Vielen Dank für das Gespräch.

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