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Dass bei der Entwicklung des Tools die Anwender- und Benutzerfreundlichkeit sehr wichtig war, liegt für Pult auf der Hand. „Nach der Definition des gewünschten Verbindungselements aus dem Eurofastener-Programm loggt sich der Anwender über das Cadenas-Webportal in das Arncad-System ein. Hier findet er alle zur Konstruktion benötigten Informationen in elektronischer Form vor.“ Es kann auf CAD-Daten, Einbauempfehlungen und allgemeine Informationen zum jeweiligen Produkt zugegriffen werden. In einem weiteren Schritt kann der Anwender die bevorzugte Kopfvariante auswählen, den von ihm benötigtem Durchmesser definieren und abschließend die gewünschte Länge festlegen. Danach erfolgt die Generierung der CAD-Daten im gewünschten Format. Das Besondere daran ist, so Pult: „Es stehen alle CAD-Formate des ausgewählten Produkts kostenlos zum Download bereit. Das heißt: Diese können einfach per Mausklick ohne Informationsverlust in jedes beliebige CAD-System importiert werden.“ Konstrukteure und Entwickler können das ausgewählte benötigte Teil entweder direkt herunterladen oder sie lassen es sich unmittelbar per E-Mail zusenden.
Durchdachte Verbindungselemente optimieren den Prozess
Wenn es im weiteren Prozess dann zur eigentlichen konkreten Umsetzung der Verbindungslösung geht, dann liegt auch hier der Fokus auf der Prozesskosteneinsparung. So können beispielsweise durch die Verwendung der Spezialschrauben Taptite 2000 im Bereich der Verschraubung von Metallen komplette Bearbeitungsschritte wie das Gewindeschneiden eingespart werden. Auch der Einsatz von zusätzlichen Sicherungselementen entfällt dabei. Das Verbindungselement wird direkt in ein gegossenes oder gebohrtes Kernloch geschraubt. Die trilobulare Querschnitts-Geometrie des Schraubenschaftes sorgt für ein spanlos geformtes metrisches Gewinde, das im Reparaturfall eine herkömmliche Gewindeschraube aufnehmen kann. Daneben entstehen weitere Qualitätsvorteile: leichteres Ansetzen der Schraube, niedriges Furchmoment, hohe Vibrationsbeständigkeit, hohe Vorspannkräfte.
Mit Blick auf den Gesamtprozess bei der Bauteilverbindung steht fest: Eine kostenoptimale Prozessgestaltung setzt sich zusammen aus der bestmöglichen Planungsphase und der Wahl des bestmöglichen Verbindungselementes. Die Kunden von Arnold Umformtechnik können das bestätigen. „Das kombinierte Know-how von Software-Tool und passgenauem Produkt wird von unseren Kunden zunehmend geschätzt und entsprechend eingesetzt. Etwa 100 konkrete Anwendungsfälle im Bereich der Bauteilverbindung wurden bereits auf dieser Basis realisiert. Die Tendenz ist steigend“, fasst Pult zusammen. Dass unter diesen Rahmenbedingungen ein anerkannter industrieübergreifender Marktstandard durchaus umsetzbar und wünschenswert wäre, ist erkennbar. Für die unzähligen Verbindungsstellen bei Metallbauteilen, bei denen heute teilweise noch unzählige unterschiedliche Verbindungselemente eingesetzt werden, könnten die Gesamtverbindungskosten nach Aussage von Arnold Umformtechnik immerhin um bis 88 Prozent gesenkt werden.
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