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Und in der Tat erwies sich die Vert Press bei den zahlreichen und erfolgversprechenden Versuchen, in allen relevanten Parametern als äußerst vorteilhaft. Ein Beispiel dafür liefert vor allem die Verkürzung der Prozesszeit, die im Vergleich vom konventionellen Presshärten zur Vert Press halbiert werden konnte.
Bislang werden die Blechteile noch von Hand in den Blechhalter eingelegt. Später in der industriellen Anwendung wird das dann von einem Roboter übernommen. In der Haltevorrichtung hängt das Blech quasi wie die Wäsche auf einer Wäscheleine und wird über einen Transfer senkrecht nach unten in die Erwärmungszone gefahren und dort auf zirka 900 °C (je nach Werkstoff und Dicke) erwärmt. Ist diese Temperatur erreicht, fahren die beiden Wärmeplatten auseinander und das Teil gelangt in das sich darunter befindliche Umformwerkzeug, wo es seine Form erhält. Anschließend erreicht es – im Falle von Bayreuth – eine Lagerkiste. Später wird es auf ein Auslaufförderband aufgelegt.
„Mit Vert Press“, so Jürgen Dörschmidt, bei Schnupp für die technische Umsetzung des Projektes verantwortlich, haben wir völlig neue Anwendergruppen und ein erweitertes Teilespektrum im Visier.“ Die B-Säule, gehört dabei mit Sicherheit nicht dazu. „Aber“, so Schnupp, „es gibt genügend Anwendungen außerhalb des Automobilsektors und von der Größe her kleinere Teile die für „VertPress“ interessant sind. Darüber hinaus lassen die Kosten einer Vert Press auch schon erahnen, dass sich viele kleine und mittlere Blechfertiger für eine Investition in das Presshärten interessieren könnten.
Anwendung auch im Kunststoffbereich
Die Erschaffer der Vert Press haben darüber hinaus aber nicht nur Stahlwerkstoffe und NE-Metalle im Fokus, sondern vielmehr ein breites Anwenderspektrum auch im Kunststoffbereich, bei Faserverbundwerkstoffen und sowohl bei unbeschichteten als auch bei beschichteten Materialien.
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